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1. Deutsch-Türkisches Gipfeltreffen zu Frischobst und -gemüse

1. Deutsch-Türkisches Gipfeltreffen zu Frischobst und -gemüse

Der neue türkische Botschafter in Berlin, Gökhan Turan, begrüßt die Teilnehmer des Gipfels.

In der Türkischen Botschaft in Berlin fand am 04.02.2025 das erste Deutsch-Türkische Gipfeltreffen zum Thema Frischobst- und gemüse statt. Zahlreiche hochrangige Politik- und Wirtschaftsvertreter beider Länder betonten die Wichtigkeit der bilateralen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei, und sprachen sich für einen stärkeren Export von türkischem Obst und Gemüse nach Deutschland aus.

Das Gipfeltreffen stand im Zeichen der „Sicherheit von Lebensmittellieferketten“ in Deutschland und der Europäischen Union. Angesichts des Klimawandels rückt insbesondere die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse in den Fokus: Etablierte Exportländer drohen in den kommenden Jahren aufgrund zunehmender Hitze und Trockenheit und den daraus resultierenden erschwerten Produktionsbedingungen auszufallen. Dank ihres gemäßigten Klimas, ihrer Wasserressourcen, ihrer Bodenfruchtbarkeit und ihrer Produktvielfalt verfügt die Türkei über ein großes Potenzial bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Die Eröffnungsreden im modernen Botschaftsgebäude hielten Ali Kavak (Vorstandsvorsitzender der türkischen Verbände der Frischobst- und Gemüseexporteure und Mitglied des Vorstands der Türkischen Exporteursversammlung) sowie der neue türkische Botschafter Gökhan Turan, der im Februar seinen Dienst in Berlin antrat. Keynote-Speaker waren außerdem Frank Müller Rosentritt (Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages) und Devran Ayik (Chief Commercial Counselor, Botschaft der Republik Türkei in Berlin).

An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Ali Kavak und Moderator Mehmet Ali Erkan (Generalsekretär der Mediterranean Exporters‘ Associations) auch Verena Hedtke (Leiterin des für die Türkei zuständigen Referats „Osteuropa, Mittel- und Ostasien, Expansion“ im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft), Okan Özoglu (Generalsekretär der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer) und Prof. Dr. Senih Yazgan (stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des türkischen Verbandes der Frischobst- und Gemüseexporteure) teil.

Die Bundesrepublik Deutschland ist der wichtigste Markt für Frischobst und -gemüse innerhalb der Europäischen Union. Im Jahr 2024 exportierte die Türkei 194 Millionen Tonnen frisches Obst und Gemüse nach Deutschland. Dies entspricht einem Handelsvolumen von rund 354 Millionen Dollar und einem Anstieg von 2% gegenüber dem Vorjahr. Der deutsche Markt erreicht somit einen Anteil von 10% an den türkischen Frischobst- und -gemüseexporten.

In seiner Eröffnungsrede betonte Ali Kavak die lange Tradition der deutsch-türkischen Handelsbeziehungen, wies aber auch auf ein Ungleichgewicht hin: In die bilaterale Handelsbilanz beider Länder in Höhe von 55 Milliarden Euro (2023) fließen deutsche Exporte in die Türkei in Höhe von rund 31 Milliarden Euro ein – bei gleichzeitigen Importen von lediglich rund 24 Milliarden Euro. Der Vorsitzende des Exportverbands AKIB machte außerdem deutlich, dass er die deutsche Sicht auf türkische Erzeugnisse verbessern möchte: „Heute, wo die globale Erwärmung die Nahrungsmittelproduktion bedroht, arbeiten die türkischen Landwirte entschlossen daran, diese Herausforderung zu meistern, indem sie sich umweltfreundlichen, ökologischen Anbaumethoden zuwenden. Unsere Landwirte erbringen einen Mehrwert für die Natur und die menschliche Gesundheit, indem sie Produkte in dem Bewusstsein anbauen, die Natur zu schützen, ohne chemische Düngemittel und Pestizide zu verwenden.“

Verena Hedtke versicherte, dass die Probleme der türkischen Exporteure bei der Ausfuhr nach Deutschland auf die Tagesordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gesetzt würden. Sie begrüßte insbesondere die von der Türkei unternommenen Schritte zur Erzeugung von natürlichem und ökologischem Frischobst und -gemüse und sagte, dass diese Schritte die wichtigste Triebkraft für die Steigerung des Exports von Frischobst und -gemüse nach Deutschland seien.

An dem Gipfeltreffen in Berlin nahmen insgesamt rund 90 Personen aus Politik, Wirtschaft und Medien teil, darunter zahlreiche Importeure, Großhändler und Supermarkt-Ketten.

Die UCOM Global ist eine internationale Medien- und Kommunikationsagentur mit Sitz in Hamburg, Deutschland.

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Alexander Lohmann
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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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