Neuigkeiten Timeline

Maschinenbau
Juni 15, 2026

Baucor verbessert Präzision, Standzeit und Produktivität

Tourismus, Reisen
Juni 15, 2026

Family & Friends Programm Hotel Sansibar: Hotel Green Ocean Zanzibar

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 15, 2026

Siemens, Daimler und BMW sind 2026 die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands

Politik, Recht, Gesellschaft
Juni 15, 2026

Weiterbildungspflicht bleibt: BVI begrüßt Kurskorrektur und fordert Ausbau

IT, NewMedia, Software
Juni 15, 2026

Künstliche Intelligenz unterstützt Handwerksbetriebe bei Angebotserstellung und Nachkalkulation

Sport, Events
Juni 15, 2026

Fünf Berliner Kämpfer auf Europas größter MMA-Bühne: Spitfire Gym schreibt Berliner Kampfsportgeschichte in der Uber Arena

Freizeit, Buntes, Vermischtes
Juni 15, 2026

Smarter laden, länger fahren

Wissenschaft, Forschung, Technik
Juni 15, 2026

Von der Vision zur Umsetzung: Panasonic Factory Solutions treibt autonome Fertigung in die Praxis

Politik, Recht, Gesellschaft
Juni 15, 2026

Vor den Ferien in den Urlaub – Verbraucherinformation der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH

Immobilien
Juni 15, 2026

Leibrente? Was ist das eigentlich?

Medien, Kommunikation
Juni 15, 2026

palmerhargreaves startet neues GEO-Beratungsangebot

Freizeit, Buntes, Vermischtes
Juni 15, 2026

Aus dem Einkaufszentrum auf die Kinoleinwand: Großes offenes Film-Casting für „Hollywoodtürke 2“ im Forum Steglitz

Computer, Information, Telekommunikation
Juni 15, 2026

revolt Ultrakompaktes 65-Watt-Netzteil mit USB-C & USB-A

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juni 15, 2026

Trump und Putin bei Xi: Peking wird zum geopolitischen Nadelöhr

Methanol-to-Gasoline – ein neuer Kraftstoff mit Potenzial

Forschung bestätigt Drop-in-Fähigkeit für Neu- und Bestandsfahrzeuge

Methanol-to-Gasoline - ein neuer Kraftstoff mit Potenzial

Testfahrzeuge im Forschungsprojekt C3-Mobility im Aldenhoven Testing Center. (Bildquelle: FEV)

Methanol-to-Gasoline (MtG) hat das Potenzial, ein klimaneutraler und qualitativ hochwertiger Kraftstoff der Zukunft zu werden und mineralölbasierte Ottokraftstoffe zu ersetzen. In Mischungen mit 10 % Bio-Ethanol (MtG E10) oder 15 % 2-Butanol (MtG 2-Bu15) ist Methanol-to-Gasoline konform mit der Norm EN 228 für Ottokraftstoffe und daher sowohl für neu zugelassene als auch Bestandsfahrzeuge geeignet. In No-Harm-Tests auf Prüfständen und in Demonstrationsfahrzeugen entstanden keine Unverträglichkeiten der Kraftstoffe mit Dichtungsmaterialien und Motorbauteilen, so dass ein hohes Potenzial zur Drop-in-Fähigkeit besteht. Sofern die Rohstoffe für die Herstellung von Methanol und Ethanol nachhaltig erzeugt werden, können Fahrzeuge mit MtG E10- bzw. MtG 2-Bu15-Kraftstoffen sogar treibhausgasneutral fahren. Die Schadstoffemissionen waren durchweg geringer oder zumindest gleichauf mit dem mineralölbasierten Referenzkraftstoff. Neben diesen gab es zahlreiche weitere neue Erkenntnisse in dem Verbundprojekt C3-Mobility, an dem rund 30 Partner aus Hochschulen, Forschungsinstitutionen und Industrie mitgewirkt haben.

Die Materialuntersuchungen im Verbundprojekt hat die TEC4FUELS GmbH (https://www.tec4fuels.com) durchgeführt. Die üblicherweise verwendeten Elastomere und Kunststoffe von Fahrzeugkomponenten wurden in den zu untersuchenden Kraftstoffen und Mischungen sowie in einem Vergleichskraftstoff über einen Zeitraum von 5 bis 9 Monaten eingelagert. Neben Ethanol kam auch der Alkohol 2-Butanol als Beimischung zu MtG infrage. Dabei traten keine Auffälligkeiten auf. Ergänzend führte TEC4FUELS in einem Hardware-in-the-Loop-(HiL)-Testaufbau Untersuchungen unter forcierten Bedingungen durch. Der HiL-Testaufbau enthielt alle Bauteile des Kraftstoffsystems vom Tank bis zum Injektor. Sie wurden über einen Zeitraum von 500 Stunden von einem Testkraftstoff durchströmt und mussten dabei hohen Belastungen standhalten. Im Testaufbau konnten mehrere Kraftstoffe beziehungsweise Kraftstoffsysteme parallel gefahren werden. Synthetisch hergestelltes MtG hatte weder als frischer noch als künstlich gealterter Kraftstoff unerwünschte Einflüsse auf das kraftstoffführende System. Die Prüfungen zeigten, dass die untersuchten Injektoren, Hochdruckpumpen sowie Rails und Schläuche von keinem der untersuchten Kraftstoffe in ihrer Funktion beeinträchtigt wurden.

Weitere anwendungstechnische Fragen zur Mischbarkeit und zum Alterungsverhalten von MtG-Kraftstoffen hat die OWI Science for Fuels gGmbH (https://www.owi-aachen.de) in C3-Mobility untersucht. Dafür setzte OWI sowohl genormte als auch mit selbst entwickelte wissenschaftliche Prüfverfahren ein, wie den BigOxy- und den Tiegel-Prüfstand. Dabei zeigte sich, dass die Eigenschaften des MtG vergleichbar sind mit denen eines konventionellen Ottokraftstoffs. Auch das Verhalten bei der Alterung ist vergleichbar, und mit passender Additivierung ist MtG aus chemischer Sicht ohne Probleme in der aktuellen Anwendungstechnik einsetzbar. Insbesondere die MtG E10- und MtG 2-Bu15-Mischungen waren normgerecht, zeigten keine unerwünschten Mischungseffekte und hatten ein mit mineralölbasierten Ottokraftstoffen vergleichbares Alterungsverhalten. Aus der Sicht von OWI und TEC4FUELS eignen sich die beiden Mischungen daher als Drop-in-Kraftstoffe für Bestands- und Neufahrzeuge mit Ottomotor.

Das dieser Veröffentlichung zugrundeliegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK; vorher BMWi) unter dem Förderkennzeichen 19I18006 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Die OWI Science for Fuels gGmbH ist eine unabhängige und gemeinnützige Forschungseinrichtung. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung forscht und entwickelt OWI Konzepte und Technologien auf den Gebieten der energieeffizienten Nutzung flüssiger konventioneller und alternativer Brenn- und Kraftstoffe sowie innovativer Effizienztechnologien. Das Ziel sind technisch ausgereifte, treibhausgas- und emissionsarme Lösungen für die Wärmeerzeugung und Mobilität von Morgen. OWI ist ein An-Institut der RWTH Aachen und versteht sich als Mittler zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Im Rahmen des Technologietransfers bearbeitet OWI sowohl aus öffentlichen Fördermitteln finanzierte Projekte als auch industrielle Forschungsaufträge. Zu den Kunden gehören beispielsweise Hersteller von Haushaltsheizungen, Unternehmen der Automobilzulieferindustrie, der Mineralölwirtschaft und der Thermoprozesstechnik.

Firmenkontakt
OWI Science for Fuels gGmbH (OWI)
Michael Ehring
Kaiserstrasse 100
52134 Herzogenrath
49 (0)2407 / 9518 – 138
m.ehring@owi-aachen.de
https://www.owi-aachen.de

Pressekontakt
OWI Science for Fuels gGmbH
Michael Ehring
Kaiserstrasse 100
52134 Herzogenrath
49 (0)2407 / 9518 – 138
m.ehring@owi-aachen.de
https://www.owi-aachen.de

(Visited 13 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert