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Auch beim digitalen Kommunizieren wirkungsstark auftreten

Eine neue Ära ist angebrochen: Wenngleich Videokonferenzen in vielen Unternehmen seit Jahren bereits üblich waren, rücken sie in Corona-Zeiten des Abstandhaltens und Kontakte-Minimierens in einen noch stärkeren Fokus.

Bei Online-Meetings fällt sofort auf, dass vieles von dem, was in Präsenzveranstaltungen zum „Wirken“ wichtig war und ist, systembedingt wegfällt. Die Schwerpunkte verschieben sich, neue wirkungsrelevante Punkte kommen hinzu.

Eines jedoch bleibt unverändert bestehen: Zum Beispiel wie das menschliche Gehirn Situationen wahrnimmt und bewertet. Auch beim digitalen Kommunizieren reagiert es auf bestimmte „Trigger“ wohlwollend, auf andere dagegen ablehnend.

Wirkungsstarkes digitales Auftreten – eine besondere Herausforderung

Persönlichkeiten aus den Bereichen Schauspiel und Moderation beweisen, dass die Kamera kein Feind ist, sondern sehr wohl dafür genutzt werden kann, wirkungsvoll und stark aufzutreten. Gleichzeitig ist die Kamera aber auch gnadenlos – sie fängt alles ein, was vor ihrem Objektiv geschieht.

Damit die Gratwanderung zwischen Erfolg und Misserfolg vor der Kamera auch tatsächlich gelingt, gilt es, die entscheidenden Punkte für den Auftritt im digital erzeugten Raum zu kennen und umzusetzen.

Worauf kommt es beim digitalen Auftritt besonders an?

Zunächst kommt es auf sechs grundlegende Punkte an, um gut „rüberzukommen“, die im Detail situativ gestaltet werden sollten: technische Ausstattung, Hintergrund, starke Mimik und Gesten, Blickrichtung, wirkungsvolle Rhetorik und man sollte „locker“ bleiben.

Zu einer optimalen technische Ausstattung gehört: Kamera, Mikrofon, Licht, Internetverbindungen sowie eventuell Green-Screen-Technik als Mindestausstattung – möglichst in einer sehr guten Qualität. Wenn diese gegeben ist, dann kommen die Fähigkeiten der jeweiligen Personen ins Spiel – oder besser gesagt, ins Bild.

Ein weiterer wichtiger Punkt der beachtet werden sollte ist der Hintergrund. Selbst ein Bücherregal oder Wandbilder können irritierend wirken, denn das Gehirn lässt sich auch im digital erzeugten Raum von Nebensächlichkeiten ablenken. Also: Sollte der real vorhandene Hintergrund unpassend sein, hilft Green-Screen-Technik weiter.

Kameras schränken den Beobachtungsbereich vordefiniert ein – von Weitwinkel- bis Zoomperspektive. Je näher auf eine Person gezoomt wird, umso mehr gewinnen deren Mimik und Gesten an Wichtigkeit. Selbst ihre Mikromimik, die in Präsenzsituationen weniger auffällt, wird nun vordergründig wahrgenommen. Umso mehr kommt es gerade beim Auftritt vor der (Web-)Kamera darauf an, Mimik und Gestik im Griff zu haben und sie stimmig zu den gesprochenen Worten einzusetzen. Vorteilhaft ist, wenn auf dem Bildschirm auch die Hände sichtbar sind – jedenfalls dann, wenn die Person starke und aussagekräftige Gesten einsetzt.

Ein weiterer wichtiger Punkt beim Kommunizieren ist selbstverständlich der Blickkontakt, da sich Gesprächspartner oder Zuhörer durch ihn stärker angesprochen fühlen. Beim digitalen Auftritt lässt sich dieser Effekt dadurch erzielen, dass man bewusst in das Kameraobjektiv blickt, tatsächlich also an den anderen Gesichtern auf dem Monitor vorbeischaut. Denn: Das Auge des Gegenübers ist sozusagen das eigene Kameraobjektiv. In Sprechpausen sollte der Blickkontakt allerdings immer zu den Videokonferenzteilnehmern „zurückwandern“.

Wichtig: Die Aufmerksamkeitsspanne in digitalen Meetings ist bei den Teilnehmenden wesentlich kürzer als in Präsenzsituationen. Durch wirkungsvolle Rhetorik, sowie vermehrte Pausen wird Aufmerksamkeit gewonnen und aufrechterhalten. Floskeln oder der Einsatz von zu vielen Fülllauten sollte vermieden werden. Denn diese können ermüdend wirken.

Und schließlich: Digitales Kommunizieren ist gemessen an unserem menschlichen Bedürfnis nach Nähe und direkten Kontakten etwas Unnatürliches. Entsprechend gehemmt, unsicher oder verspannt treten Menschen häufig vor der Kamera auf.

Extra-Tipp: Locker beziehungsweise, „natürlich“ bleiben erhöht die Wirkung beim digitalen Miteinander enorm und stärkt die Authentizität.

Dies und vieles weitere mehr sind ausschlaggebende Punkte und entscheiden mit darüber, ob ein digitaler Auftritt wirkungsstark gelingt. Mehr dazu finden Sie im Buch „Einfach richtig wirkungsvoll“ von Peter A. Worel. Weitere Infos und Anregungen, auch zu Seminaren erhalten Sie unter (kontakt@die-stilwelt.de, www.die-stilwelt.de).

Stilwelt® – Führungsberatung, Seminare & Coaching

Peter A. Worel, Managementtrainer und Geschäftsführer von Stilwelt®, vermittelt in seinen Seminaren und Einzeltrainings, wie überzeugendes Auftreten immer und überall gelingt. Dabei vermittelt er situationsgerechte Hinweise, die individuell auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Durch eine ausgeklügelte Kombination aus Rhetorik, Dialektik, Etikette und Körpersprache zeigt der Experte, wie man diese vier „Türöffner“ geschickt nutzen kann, ohne dabei an Authentizität zu verlieren oder „dressiert“ zu wirken. Seit über 15 Jahren coacht Peter A. Worel Führungskräfte, Manager sowie Politiker sämtlicher Hierarchieebenen und zeigt, was Gesten, die richtige Wortwahl und Körpersprache tatsächlich bewirken können und wie es gelingt, die eigene Persönlichkeit überzeugend in Szene zu setzen.

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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