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Therapie-Optionen bei COPD

Partikelgröße der Wirkstoffe entscheidend

Therapie-Optionen bei COPD

Foto: Fotolia / PIC4U (No. 6054)

sup.- Vier Buchstaben, die für eine eher unbekannte, aber dennoch weitverbreitete Krankheit stehen: COPD ist die Abkürzung von „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) und bezeichnet eine dauerhafte Schädigung der Lunge und Verengung der Bronchien. Weltweit ist diese Krankheit laut WHO die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Schlaganfall. Ausgangspunkt ist stets eine chronische Entzündung der Atemwege, die die Abwehr- und Reparaturmechanismen der Lunge stört. Zur gesundheitlichen Beeinträchtigung der betroffenen Menschen führt unter anderem die permanente Verengung der unteren Atemwege – also der feinen Verästelungen, über die die Atemluft in die Lunge gelangt. Die Folge sind erhebliche Atemprobleme, zunächst nur bei körperlicher Anstrengung, später auch bei Alltagstätigkeiten und im Ruhezustand. Zudem wächst mit fortschreitender Erkrankung die Gefahr von Exazerbationen, also akuten Atemnot-Attacken, die meistens einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen.

„Die Relevanz der kleinen Atemwege bei COPD darf keinesfalls unterschätzt werden“, erklärt der Lungenfacharzt Dr. Thomas Voshaar (Moers): „Entzündliche Veränderungen dort haben weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen. Eine individuelle Therapie, die auch die kleinen Atemwege adressiert, sollte daher bevorzugt ausgewählt werden, um die Symptomlast und das Exazerbationsrisiko der Patienten verringern zu können.“ Für diese Therapie werden in erster Linie Medikamente zur Bronchienerweiterung bzw. zur Entzündungsbekämpfung verordnet, die der Patient über ein Inhalationsgerät einnimmt. Dabei ist die Partikelgröße der Wirkstoffe entscheidend: Partikel, die nicht größer als 2 µm sind, können auch in die kleinen Verästelungen des Bronchialbaums gelangen, die für das Krankheitsgeschehen relevant sind. Auf diese Weise kann mit solchen Medikamenten die gesamte Lunge abgedeckt werden.

Dies ist besonders wichtig, wenn bei Patienten mit häufigen Exazerbationen eine Kombination unterschiedlicher Wirkstoffe inklusive eines Kortikosteroids (ICS) verschrieben wird. Um Nebenwirkungen durch eine Überdosierung zu vermeiden, enthalten moderne Inhalations-Systeme wie z. B. die Triple-Therapie Trimbow (Chiesi) die Wirkstoffe in einer besonders feinen Formulierung. „Das inhalative Kortikosteroid der neuen Dreifach-Fixkombination verfügt über eine solche extrafeine Partikelgröße, was dazu führt, dass eine geringere Dosierung ausreicht, um eine vergleichbare Wirksamkeit mit nicht extrafeinen ICS-Formulierungen zu erreichen“, erläutert der Berliner Pneumologe Dr. Rainer Gebhardt. Die Partikel dieses Präparats, deren mmaD (mittlerer massebezogener aerodynamischer Durchmesser) bei nur etwa 1,1 µm liegt, erleichtern nach Angaben von Lungenfachärzten auch die Inhalation.

Supress
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