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Neu beim TÜV: Von der Hauptuntersuchung direkt in die Werkstatt

ARAG Experten über die neue Mängeleinstufung bei der Kfz-Hauptuntersuchung

Neu beim TÜV: Von der Hauptuntersuchung direkt in die Werkstatt

Seit Sonntag, dem 20.05.2018 gibt es eine zusätzliche Mängeleinstufung bei der Hauptuntersuchung für Kraftfahrzeuge. Statt wie bislang in drei Kategorien werden Mängel an Fahrzeugen nun in vier Kategorien eingestuft. Für Verbraucher von Vorteil? Die ARAG Experten informieren über die neue, so genannte HU-Richtlinie, mit der eine europäische Vorgabe in nationales deutsches Recht umgesetzt wird.

Die Mängelkategorien:

Durch die neue vierte Kategorie „Gefährliche Mängel“ haben Kraftfahrer einmal mehr die Chance, ihre Prüfplakette trotz erheblicher Mängel zu behalten und sie zu beseitigen. Denn diese Zwischenstufe gibt dem Prüfer die Möglichkeit, ein Fahrzeug auf direktem Weg zur Werkstatt zu schicken, ohne die Plakette abzukratzen. Seit 20. Mai 2018 wird der Zustand von Fahrzeugen wie folgt klassifiziert:

Geringe Mängel: Gibt es am Fahrzeug nur wenig zu beanstanden – wie z. B. Kratzer im Spiegel oder eine defekte Glühlampe -, darf der Prüfer die Plakette für die Hauptuntersuchung (HU-Plakette) ohne weitere Nachprüfung vergeben. Die Mängel werden in einem Bericht protokolliert und der Fahrzeughalter muss die Mängel umgehend beseitigen.

Erhebliche Mängel: „Heute habe ich leider keine Plakette für Dich“, würde Frau Klum vermutlich säuseln. Werden am Fahrzeug erhebliche Mängel festgestellt, vergibt der Prüfer keine Plakette, weil die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs beeinträchtigt sein könnte. Auch hier werden die Mängel in einem Prüfbericht festgehalten, nur muss der Halter sein repariertes Fahrzeug noch einmal vorführen. Einen Monat hat er für diese Nachuntersuchung Zeit. Ist der Prüfer dann zufrieden, gibt es auch eine Plakette.

Gefährliche Mängel: Diese Kategorie ist neu. Sie stellt zwar auch fest, dass das Fahrzeug eine Verkehrsgefährdung darstellt, doch die Plakette wird nicht entfernt. Vielmehr hat der Halter die Möglichkeit, auf direktem Weg in die nächste Werkstatt oder nach Hause zu fahren, um die Mängel zu beheben. Zudem wird er schriftlich auf den Gefährdungstatbestand hingewiesen. Man sollte sich aber nicht zu viel Zeit lassen. Bei einem Fahrzeug mit dieser Einstufung müssen laut ARAG Experten alle Mängel unverzüglich behoben und das Auto zur Nachuntersuchung in der Prüfstelle oder dem Prüfstützpunkt innerhalb eines Monats erneut vorgeführt werden.

Verkehrsunsicher: Bei dieser Beurteilung entfernt der Prüfer die Plakette umgehend. Der Wagen darf nicht mehr bewegt werden, sondern der Halter muss ihn abschleppen lassen. Über diese unmittelbare Verkehrsgefährdung des Fahrzeuges muss der Prüfer die Zulassungsbehörden informieren.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/auto-und-verkehr/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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