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Alarmierend: Eltern riskieren Augenschäden ihrer Kinder

Sehvermögen testen und bei Defiziten rechtzeitig gegensteuern

Alarmierend: Eltern riskieren Augenschäden ihrer Kinder

Wenn es um das Sehvermögen ihrer Kinder geht, sind viele Eltern sehr leichtfertig. Das belegt eine im August durchgeführte Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag des Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS).

Berlin, 28. September 2017 – Schule, Hausaufgaben, TV, Spielekonsole und Smartphone – Kinder fordern ihre Augen jeden Tag. Veränderungen von Sehstärke und Schädigungen der Augen kommen oft schleichend und sind für die Kinder selbst nur schwer feststellbar. Deswegen rät das KGS zu regelmäßigen Sehtests. Gut ein Drittel der Kinder kommt nicht in den Genuss dieser Früherkennung, weil sich ihre Eltern gar nicht oder zu spät dafür entscheiden. Das belegt eine repräsentative Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag des KGS.

Jedes dritte Kind ohne aktuellen Sehtest

Wie die Umfrage zeigt, haben 16 Prozent der Kinder unter 14 Jahren noch nie einen Sehtest absolviert. Bei 22 Prozent der Kinder liegt der jüngste Sehtest zwei Jahre oder länger zurück. Der Medizinphysiker und Augenexperte Dr. Wolfgang Wesemann vom KGS: „Eltern, die selbst Brillenträger sind, sollten mit ihren Kindern regelmäßig zum Augenarzt gehen. Bei Schulkindern empfehle ich einen Sehtest pro Jahr.“ Lediglich knapp die Hälfte der 504 befragten Eltern lassen die Kinderaugen jährlich testen.

Jüngere Eltern weniger verantwortungsvoll

Im Schnitt haben 82 Prozent der Kinder unter 14 Jahren zumindest einen Sehtest absolviert. Besonders aufmerksam sind Eltern im Alter von 35 bis 44 Jahren: 87 Prozent von ihnen geben an, ihren Nachwuchs bereits zu einem Sehtest geschickt zu haben. 34 Prozent sagen sogar, der Sehtest liege weniger als ein halbes Jahr zurück. Anders sieht es bei jüngeren Eltern bis 34 Jahre aus: Von ihnen haben nur 71 Prozent ihr Kind bereits einen Sehtest absolvieren lassen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Fast jedes dritte dieser Kinder war noch nie bei einem Sehtest – alarmierend.

Kinderaugen sollen regelmäßig untersucht werden

Immerhin handelt die große Mehrheit der Eltern verantwortungsbewusst und schickt ihren Nachwuchs zum Sehtest. 63 Prozent von ihnen bevorzugen dabei eine spezielle Kontrolle für Kinder beim Augenarzt oder Augenoptiker, 36 Prozent beim Kinderarzt. Dr. Wolfgang Wesemann: „Auch viele Kinderärzte haben die entsprechenden Geräte für einen guten Sehtest. Und wenn sie Auffälligkeiten feststellen, schicken sie die jungen Patienten zum Augenarzt. Alle Eltern sollten diese Möglichkeit für ihre Kinder regelmäßig nutzen.“ Etwa jedem fünften Kind wird mittlerweile eine Brille verordnet. Die Anpassung und Fertigung der Sehhilfe erfolgt dann beim Augenoptiker, der die besonderen Anforderungen an Kinderbrillen berücksichtigt. Weitere Informationen und Seh-Checks für Kinder und Erwachsene gibt es auf www.sehen.de.

Fast jedes vierte Kind nutzt zu viel TV, Smartphone und Computer

Wie wichtig ein regelmäßiger Sehtest ist, belegt die aktuelle Umfrage: Zusätzlich zu Schule und Hausaufgaben beschäftigen sich die Kinder sehr viel mit Smartphone, Tablet und Fernsehen. Das beansprucht das Sehen enorm. Dr. Wolfgang Wesemann vom Kuratorium Gutes Sehen: „Wenn die Augen der Kinder zu lange im Nahsichtmodus arbeiten, ist eine Kurzsichtigkeit programmiert. Das haben Studien hinreichend bewiesen. Länger als zwei Stunden am Tag sollte kein Kind digitale Medien konsumieren.“ Die Realität sieht anders aus: Jedes vierte Kind starrt pro Tag zwischen zwei bis sechs oder gar noch mehr Stunden auf einen Bildschirm.

ÜBER DAS KURATORIUM GUTES SEHEN E.V.
Das Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) ist eine überregionale Initiative, die seit 68 Jahren erfolgreich Aufklärungsarbeit rund um gutes Sehen leistet. Ziel des KGS ist es, durch verlässliche Informationen und verständliche Argumentation einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung guten Sehens bewusst zu machen. Weitere Informationen unter www.sehen.de und www.seh-check.de

Kontakt
Kuratorium Gutes Sehen e.V.
Kerstin Kruschinski
Werderscher Markt 15
10117 Berlin
030 4140 2122
kruschinski@sehen.de
http://www.sehen.de

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Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

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