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Nora-Anna Hofmann an der Komischen Oper

Österreicherin als Kleopatra an renommierter Berliner Oper

Nora-Anna Hofmann an der Komischen Oper

(Bildquelle: Josef Gallauer)

Die österreichische Schauspielerin Nora-Anna Hofmann ist seit Mai in Georg Friedrich Händels Heldenoper Giulio Cesare zu sehen. Das Stück ist noch bis Ende Oktober an der Komischen Oper Berlin zu sehen.

Die aus „Wer rettet Dina Foxx“ und Isabella Feimers „Pornoladen“ bekannte österreichische Schauspielerin Nora-Anna Hofmann ist an der renommierten Komischen Oper Berlin in der Händel-Oper Giulio Cesare in Egitto zu sehen. Seit Ende Mai spielt Hofmann neben den Solisten Valentina Farcas und Dominik Köninger ein Kleopatra-Double. Die Premiere der originellen Inszenierung fand unter der Regie von Lydia Steier und der musikalischen Leitung von Konrad Junghänel am 31. Mai statt.

Kleopatra vervielfacht sich

Die italienischsprachige Oper Giulio Cesare handelt von der größten Liebesgeschichte der Antike zwischen den beiden Herrschern zweier Weltreiche Caesar und Kleopatra. Regisseurin Lydia Steier vervielfacht die Rolle der Kleopatra in ihrer originellen Inszenierung und stellt damit einen ganzen Kleopatra-Harem dar. Die Vervielfachung der weiblichen Hauptrolle unterstützt symbolisch den Wahn ihres Bruders Tolomeo, der sich – aufgrund seiner Besessenheit und krankhaften Liebe seiner Schwester gegenüber – diesen Kleopatra-Harem bildet. Die weltberühmte Heldenoper von Georg Friedrich Händel stammt ursprünglich aus den Jahren 1723/24 und gilt als opulentes, barockes Erlebnis.

Berliner Oper unter österreichischem Einfluss

Die Komische Oper Berlin wurde 2013 von der Fachzeitschrift Opernwelt als Opernhaus des Jahres ausgezeichnet und steht von Beginn an unter österreichischem Einfluss: Das Gebäude wurde 1892 durch die Wiener Architekten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner errichtet. 1947 wurde die Komische Oper Berlin durch den österreichischen Regisseur Walter Felsenstein gegründet und diese gilt durch seine Arbeit als Geburtsstätte des modernen Musiktheaters.

Nora-Anna Hofmann – die Vielfalt in Person

Wäre sie eine Dose Oliven würde „Made in Greece“ darauf stehen, wobei Nora-Anna Hofmann im etwas kühleren Wien geboren wurde. Die 33-jährige Wiener Schauspielerin und Moderatorin fand bereits mit sechs Jahren zum Ballett. Über den Tanz landete sie nach ihrer Schulausbildung mit Schwerpunkt Sprachen bei der Schauspielerei und ihrem Studium auf der „School of physical theatre“ in London. Hofmann war in Filmen und TV-Produktionen wie „Julia, eine ungewöhnliche Frau“, „Wer rettet Dina Foxx“, „Viva Berlin“ oder „1000 Kings“ zu sehen. Auch im Theater hat sie sich in den letzten Jahren mit Engagements bei den Wiener Festwochen, in „Anatevka“ beim Musical-Sommer Kittsee, am Rabenhof-Theater, am Theater zum Fürchten sowie auf internationalen Bühnen wie die Waterhouse Studios in London, die Kammerspiele Hamburg, am Hebbel am Ufer in Berlin oder am Neuen Theater in München einen Namen gemacht. In letzter Zeit zieht es Hofmann auch verstärkt hinter die Kamera für Regiearbeiten, wie zum Beispiel beim Kurzfilm „Die Ungleichzeitigkeit“ (poetry film wettbewerb 2014) oder im Playbackdolls-Musikvideo „Ohne das Meer“. Gemeinsam mit ihrem Vater, dem Maler Peter Gir Hofmann, betreibt sie den Kultclub „Tanzcafe Jenseits“ in Wien, wo es regelmäßige literarische und szenische Abendveranstaltungen gibt.

tba

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