Neuigkeiten Timeline

Essen, Trinken
Juli 17, 2026

Neue Rezeptplattform kämpft gegen werbeüberladene Wettbewerber

Computer, Information, Telekommunikation
Juli 17, 2026

nLighten und Arqit beweisen, dass die Public Cloud genutzt werden kann, ohne dabei auf Souveränität zu verzichten

Tourismus, Reisen
Juli 16, 2026

Hotel Sansibar: ASILI FREQUENCIES feiert Premiere im Hotel Green Ocean Zanzibar

Medizin, Gesundheit, Wellness
Juli 16, 2026

Flüssigkeitszufuhr: Warum Longevity mit einfachen Routinen beginnt

Bildung, Karriere, Schulungen
Juli 16, 2026

chungit Akademie: Fundiertes Wissen über Schungit und Edelschungit strukturiert lernen

Handel, Dienstleistungen
Juli 16, 2026

Wir vermieten Ihr Ferienobjekt auf Rügen erfolgreich

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 16, 2026

Digitale Schadenmeldungen immer beliebter

IT, NewMedia, Software
Juli 16, 2026

Flexera ernennt Mike Jerich zum CEO und tritt in eine neue Phase KI-getriebenen Wachstums ein

Computer, Information, Telekommunikation
Juli 16, 2026

Spreadly: 5x OMR Leader für digitale Visitenkarten

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 16, 2026

Neue Horizonte statt Routine –

IT, NewMedia, Software
Juli 16, 2026

Cvent stellt neue Markenidentität vor und investiert mehr als eine Milliarde US-Dollar in KI-gestützte Eventtechnologie

Allgemein
Juli 16, 2026

Zielgruppe verstehen: Warum viele Unternehmen an ihren Kunden vorbei kommunizieren – und wie es besser geht

Unternehmen, Wirtschaft, Finanzen
Juli 16, 2026

Nabab S.A. setzt Fokus auf strukturierte Vermögensplanung nach Unternehmensverkauf

IT, NewMedia, Software
Juli 16, 2026

Westcon-Comstor und Palo Alto Networks stellen mit SASEvolution die Weichen für hochskalierbare SASE-Umgebungen

AGRAVIS Raiffeisen AG: Oktokopter im Einsatz gegen Maiszünsler

Ein Oktokopter, ein kleiner Hubschrauber mit acht Propellern, schwebt nahezu lautlos über den Flächen der Versuchsanlage St. Mauritz in Münster. Die AGRAVIS Raiffeisen AG testet auf ihren eigenen Flächen, wie die Drohnen bei der rein biologischen Bekämpfung des Maiszünslers helfen können.

AGRAVIS Raiffeisen AG: Oktokopter im Einsatz gegen Maiszünsler

Die AGRAVIS Raiffeisen AG testet den Einsatz von Oktokoptern.

Sind sie jetzt da, die Außerirdischen? Und wenn ja, warum tänzelt ihr Fluggerät ausgerechnet über einem Maisfeld und schießt mit weißen Kügelchen um sich? Es hat tatsächlich etwas von einem Science-Fiction-Szenario, ist aber hochmoderne Landwirtschaft.

Ein sogenannter Oktokopter, ein kleiner Hubschrauber mit acht Propellern, schwebt nahezu lautlos über den Flächen der Versuchsanlage St. Mauritz im Osten von Münster. Die AGRAVIS Raiffeisen AG testet auf ihren eigenen Flächen, wie die Drohnen bei der rein biologischen Bekämpfung des Maiszünslers helfen können. Der Maiszünsler ist ein Schädling, der die Standfestigkeit des Maises beeinträchtigt. Durch das Anbohren kann er zudem den Befall der Pflanze mit Pilzkrankheiten fördern. In Streifenversuchen wurden Ertragsausfälle von bis zu 15 Prozent ermittelt.

Doch auch die neueste Technologie kommt nicht ohne Handarbeit und Sachverstand aus. Eduard Schönhalz, Konstrukteur der Height-Tech GmbH in Bielefeld, ist der Pilot der Drohne. Ihm zur Seite stehen Reinhold Wintergalen von der Pflanzenbau-Beratung der AGRAVIS sowie Wilhelm Beitzen-Heineke, Chef von Biocare, Gesellschaft für biologische Schutzmittel mbH. Gemeinsam knien sie am Rande des Maisfeldes und füllen unscheinbare kleine weiße Kugeln in einen Behälter, der unten am Oktokopter befestigt ist. Diese Kügelchen haben es im wahrsten Sinne des Wortes in sich: Etwa 2.000 Eier der Schlupfwespe (Trichogramma brassicae) schlummern in einer Hülle aus Paraffin und Cellulose. „Die Schlupfwespe ist der natürliche Feind des Maiszünslers. Sie auf Flächen auszusetzen, die von dem Schädling befallen sind, ist eine Alternative zur chemischen Bekämpfung“, erklärt Reinhold Wintergalen. Durch zwei Löcher gelangen die winzigen Tiere nach und nach ins Freie. Bis zu drei Generationen Schlupfwespen machen sich so innerhalb von zwei bis drei Wochen im Mais auf die Suche nach den Eigelegen des Maiszünslers.

Pflanze für Pflanze laufen sie dafür ab. „Haben sie ein Gelege gefunden, parasitieren sie diese, so dass am Ende Schlupfwespen und keine neuen Schädlinge herauskommen“, erläutert der Fachmann. Die Bekämpfung mit Trichogramma hat sich seit Jahren bewährt – bislang allerdings wurden die Kugeln oder Karten mit den Eigelegen per Hand oder mit umgebauten Stelzenschleppern ausgebracht. Beide Methoden sind deutlich arbeitsintensiver als der Oktokopter-Einsatz. „Wir wagen uns damit allerdings auf ein völlig neues Feld“, sagt Wintergalen. Bislang werden die unbemannten Mini-Drohnen vor allem für Luftbild-Aufnahmen genutzt. Die Vorteile dieses neuen Weges liegen für ihn und seine Mitstreiter jedoch ganz klar auf der Hand: Der Arbeitsaufwand wird reduziert, der Wirkungsgrad erhöht und der Schädling wird auf ganz natürliche Weise bekämpft. Die Kosten von biologischer und chemischer Bekämpfung halten sich zudem die Waage.

Von der Innovation bereits überzeugt und begeistert ist Landwirt Benedikt Sprenker. Seit 2008 beobachtet er auf seinen Flächen den Befall durch den Maiszünsler. „Ich habe von der Möglichkeit gelesen, die Schlupfwespen mit Hilfe des Oktokopters auf den Feldern zu verteilen“, berichtet Sprenker. Fast gleichzeitig sei die AGRAVIS mit dieser Idee an ihn herangetreten. Nun sind seine 29 Hektar in der Nähe von Beckum Testflächen. Für die Ermittlung des optimalen Bekämpfungstermins führen die AGRAVIS und die örtlichen Genossenschaften ein aufwendiges Monitoring mit Pheromonfallen und Lichtfallen durch. „Das Zeitfenster, in dem wir bislang reagieren mussten, war sehr eng“, sagt Sprenker. Die Ausbringung der Schlupfwespen strecke diesen Zeitraum von einigen Tagen auf mehrere Wochen. Bildquelle:kein externes Copyright

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Kernsegmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie, Bauservice und Raiffeisen-Märkte.
Die AGRAVIS Raiffeisen AG erwirtschaftet mit über 5.800 Mitarbeitern mehr als 7,5 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit rund 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.

AGRAVIS Raiffeisen AG
Bernd Homann
Industrieweg 110
48155 Münster
0251/6822050
bernd.homann@agravis.de
http://www.agravis.de

(Visited 25 times, 1 visits today)
Original erstellt für www.hasselwander.co.uk

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert