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Viel mehr als ein angenehmer Begleiteffekt:

Wärmerückgewinnung durch Lüftungsanlagen

Viel mehr als ein angenehmer Begleiteffekt:

Grafik: wolf-heiztechnik.de (No. 4966)

sup.- In manchen Gebäuden werden heute bis zu 50 Prozent der erforderlichen Wärmezufuhr durch Lüftungswärmeverluste verursacht. Der Hintergrund: Zur Verbesserung der Energieeffizienz bei Neubauten und Sanierungen hat man sich in den letzten Jahren vor allem auf eine Verringerung der so genannten Transmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle konzentriert. Mit anderen Worten: Fassaden, Dächer und Fenster sind immer dichter geworden, so dass hier wegen der guten Dämmung kaum noch energetische Verluste entstehen. Aber gelüftet werden muss natürlich trotzdem, um unzumutbare Wohn- und Arbeitsbedingungen, aber auch Schimmelbildung zu verhindern. Fehlt dafür jedoch ein zur effektiven Gebäudedämmung passendes Konzept, sind hohe Wärmeverluste unvermeidbar. Vor allem in kühleren Phasen entweicht dann bei jedem Lüftungsvorgang viel Wärme, die zuvor von der Heizungsanlage bereitgestellt wurde. Ein Kostenfaktor, der gerade in Gewerbe- oder Bürogebäuden mit einem in jeder Jahreszeit hohen Bedarf an unverbrauchter Luft zur fortwährenden Belastung werden kann.

Als zeitgemäße Antwort auf dieses Problem setzen sich gebäudetechnische Anlagen zur kontrollierten Lüftung inklusive Wärmerückgewinnung immer mehr durch. Das Wärmepotenzial in der Abluft wird dabei über Wärmetauscher auf die frisch zugeführte Luft von außen übertragen. Und dieses energetische Plus neben der Kernaufgabe Luftaustausch ist wesentlich mehr als nur ein angenehmer Begleiteffekt: Moderne Hightech-Geräte wie z. B. die Lüftungsanlagen des Systemanbieters Wolf Heiz- und Klimatechnik (Mainburg) kommen auf Wärmerückgewinnungsgrade von bis zu 95 Prozent ( www.wolf-heiztechnik.de ). Laut einer Studie des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier zeigt sich die energetische Bedeutung der Wärmerückgewinnung vor allem bei den Nicht-Wohngebäuden. Auf dieses Segment, das wegen des meist größeren Raumvolumens für rund zwei Drittel des Energiebedarfs im gesamten deutschen Gebäudebestand verantwortlich ist, entfallen mit aktuell über 2,3 Mio. Megawattstunden pro Jahr immerhin 93,9 Prozent der Wärme aus raumlufttechnischen Anlagen. Wohngebäude sind an diesem Energiesparkonzept bisher lediglich zu 6,7 Prozent beteiligt.

Trotzdem besteht auch bei Gewerbebauten, Büro- und Verwaltungsgebäuden oder z. B. bei Schulen und Versammlungsstätten noch ein enormes Ausbaupotenzial: Nach einer Berechnung der Europäischen Kommission könnte die Menge von 100 Mio. Tonnen CO2-Emissionen, die derzeit in der gesamten EU im Nichtwohnbereich durch zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung vermieden werden, bis zum Jahr 2025 um weitere 50 Mio. Tonnen zulegen. Vorausgesetzt ist eine stärkere Nutzung dieser Technologie, für die die ebenso deutlich sinkenden energetischen Betriebskosten die besten Argumente liefern.

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