Das Fachportal krankenkasseninfo.de hat als erstes eine komplette Liste der Zusatzbeiträge aller geöffneten gesetzlichen Krankenkassen veröffentlicht. Damit stehen für die große Mehrheit der Versicherten die Beitragssätze für das kommende Jahr fest. Diese setzen sich aus dem allgemeinen Beitrag von 14,6 Prozent und dem individuell unterschiedlichen Zusatzbeitrag von Null bis maximal 1,3 Prozent zusammen.
In mehr als vierzig Fällen liegt der Zusatzbeitrag bei genau 0,9 Prozent. Für die Mitglieder dieser Kassen ändert sich im kommenden Jahr nichts an der Höhe des Beitragssatzes, denn zum Jahreswechsel sinkt gleichzeitig der allgemeine Beitrag um die gleiche Größe.
Komplett auf einen Zusatzbeitrag verzichten werden lediglich zwei regionale Krankenkassen für Baden-Württemberg sowie NRW und Hamburg. Vergleichsweise niedrige Zusatzbeiträge von unter einem halben Prozent bieten acht Kassen, darunter zwei AOKn und eine bundesweit geöffnete Ersatzkasse. Teurer als 2014 wird es bei sechs Krankenkassen, die zusammen 723.000 beitragzahlende Mitglieder versichern.
„Theoretisch könnten Millionen Versicherte mit einem Krankenkassenwechsel ihr Nettoeinkommen erhöhen“, sagt Jürgen Kunze, Geschäftsführer von krankenkasseninfo.de (http://www.krankenkasseninfo.de/) . „Natürlich sollte man vor einer Entscheidung auch andere Punkte wie das Leistungsangebot, den Service und die Bonusprogramme beachten“.
Der Zusatzbeitrag muss von den Versicherten komplett selbst getragen werden, wird also nicht wie der allgemeine Beitrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Generell gilt für alle Kassen, die einen Zusatzbeitrag einführen oder diesen erhöhen, ein Sonderkündigungsrecht der Versicherten.
Zur Liste aller veröffentlichter Zusatzbeiträge (http://www.krankenkasseninfo.de/)
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