Ein moderner Kaminofen, der eine veraltete Feuerstätte ersetzt, hilft Schadstoffe um bis zu 85 Prozent zu reduzieren
In Deutschland gibt es etwa 11 Millionen Einzelraumfeuerstätten – dazu zählen u. a. Kohleöfen, offene Kamine, Kaminöfen und Kachelöfen. Etwa vier Millionen dieser Feuerstätten sind technisch veraltet und erfüllen die hohen Anforderungen der „Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“ (1.BImSchV) nicht. Diese Altanlagen – zum Großteil 30 Jahre und älter – verursachen hohe Emissionen und müssen gemäß der Verordnung in den kommenden Jahren ausgetauscht, nachgerüstet oder stillgelegt werden.
Die beiden in Europa führenden Fachverbände, der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. und die EFA – Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V., weisen darauf hin, dass ein zügiger Austausch der Altgeräte, die Gesamtemissionen schnell und nachhaltig senken kann. Berechnungen zufolge könnten durch den Austausch aller Geräte, die älter als 20 Jahre sind, nahezu 70 Prozent der Emissionen vermieden werden.
Ein moderner Kaminofen, der eine veraltete Feuerstätte ersetzt, hilft Schadstoffe um bis zu 85 Prozent zu reduzieren
Ziel der 1. BImSchV ist es, Emissionen wie Kohlendioxid und Staub zu vermindern und eine effiziente Energienutzung zu fördern. Für häusliche Feuerstätten gelten daher strenge Umweltauflagen in Form von Emissionsgrenzwerten. Nach aktuellen Erhebungen wurden in den letzten fünf Jahren rund 1,5 Millionen Altgeräte durch moderne Feuerstätten ersetzt, die diese Grenzwerte einhalten. Innovative Verbesserungen in der Anlagentechnik haben so zu einer erheblichen Verminderung der Emissionen geführt.
Untersuchungen des Umweltbundesamtes belegen, dass die Feinstaubbelastung in Deutschland, die durch den Straßenverkehr, Einzelraumfeuerstätten und weitere Faktoren wie Industrie, Energiewirtschaft, Binnenschifffahrt und Landwirtschaft hervorgerufen werden, seit Jahren tendenziell rückläufig sind. Kritische Überschreitungen der Messwerte kommen seit 2012 nur noch an Standorten mit hohem Verkehrsaufkommen vor.
Nach Einschätzung der Verbände werden mit einer zügigen Umsetzung der Verordnung günstige Voraussetzungen geschaffen, um Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz dauerhaft in Einklang zu bringen. Zudem hilft der Einsatz moderner Feuerstätten, die gemeinsamen Energie- und Klimaziele des Bundes zu erreichen, denn biogene Festbrennstoffgeräte liefern einen Anteil von insgesamt rund 60 Prozent der Wärme aus erneuerbaren Energien und spielen für die Wärmeversorgung in Deutschland eine maßgebliche Rolle.
Der HKI Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik e.V. vertritt die Interessen der Hersteller von Großküchengeräten sowie häuslicher Heiz- und Kochgeräte. Beide Herstellergruppen sind in separaten Fachverbänden organisiert, die sich in gerätespezifische Fachabteilungen untergliedern. Zurzeit vertrauen rund 150 Mitglieder den Leistungen des Verbandes.
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