Billig-Produkte verhindern oft Nachhaltigkeit
sup.- Laut UN-Kinderhilfswerk UNICEF müssen weltweit noch immer rund 150 Mio. Kinder durch Arbeit zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen. Meist verwehrt ihnen das jede Chance auf Bildung und damit auf ein Entkommen aus der Armutsspirale. Ein Problem, das durch die Nachfrage nach Billigprodukten aus Entwicklungsländern noch verstärkt wird. Denn der günstige Preis mancher Produkte wie Schokolade, Kleidung oder Obst ist nur die eine Seite der Medaille. „Wenn Kinder dafür arbeiten müssen, dann ist der Preis zu hoch“, so Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. Er plädiert deshalb dafür, beispielsweise beim Schokoladenkauf auf Produkte mit zertifiziertem Kakao zu achten. Zertifizierungsstandards für nachhaltigen Anbau, für die sich in Deutschland das Forum Nachhaltiger Kakao e. V. engagiert, verbessern die Lebensumstände der Kakaobauern und die Bildungschancen ihrer Kinder ( www.kakaoforum.de). Denn eine wesentliche Maßnahme gegen Kinderarbeit ist die Unterstützung dieser Familienbetriebe durch Professionalisierung und durch die Optimierung von Erntequalität und Ernteerträgen.
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