Wenn der Balkon zum gefährlichen Spielplatz wird

R+V-Infocenter: Das größte Risiko ist ein Sturz in die Tiefe

(Bildquelle: Pixabay)

Wiesbaden, 11. Juni 2025. Mit Wasser planschen, Stühle hin und her schieben, anderen zuwinken: Für kleine Kinder gibt es auf dem Balkon viel zu entdecken – aber auch zahlreiche Gefahren. Das größte Risiko ist ein Sturz in die Tiefe, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Immer wieder stürzen Kinder beim Spielen vom Balkon. „Ein solcher Sturz ist schon aus geringer Höhe lebensgefährlich“, sagt Thomas Paufler, Unfallexperte bei der R+V Versicherung. Vor allem Kinder ab dem Krabbelalter bis etwa drei Jahre sind betroffen. „Ihr Bewusstsein für Gefahren ist noch nicht ausgebildet, aber die motorischen Fähigkeiten entwickeln sich rasant. Plötzlich können sie am Balkongeländer hochklettern oder einen Stuhl ans Geländer schieben“, erklärt Paufler. Hinzu kommt: Im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht haben kleine Kinder einen schweren Kopf. Dadurch liegt ihr Schwerpunkt höher und sie fallen schneller kopfüber.

Kletterhilfen verbannen
Der R+V-Experte rät Eltern deshalb, die Kleinen nicht unbeaufsichtigt auf dem Balkon spielen zu lassen. Zudem sollte auch dieser „Raum“ kindersicher sein. Besonders wichtig ist hierbei die Verkleidung: Waagerechte oder verschnörkelte Geländer laden zum Klettern ein. Bei senkrechten Stäben mit großem Abstand können Kinder den Kopf durchstecken und fallen. Am sichersten sind Gitter oder geschlossene Flächen, die mindestens einen Meter hoch sind. „Bei Neubauten können Eltern dies mit einplanen, bei bestehenden Balkonen beispielsweise mit Holz- oder Glasplatten nachrüsten“, sagt Thomas Paufler.

Als Kletterhilfen nutzen Kinder vieles, etwa Möbel, Getränkekisten oder Blumenkübel. Eltern sollten deshalb möglichst viel vom Balkon verbannen. Bei Balkonmöbeln empfehlen sich schwere Modelle, die Kinder nicht so einfach verschieben können. Diese sollten möglichst weit vom Balkongeländer entfernt stehen. „Am wichtigsten ist jedoch, dass Eltern ihre Kinder auf dem Balkon nicht aus den Augen lassen“, betont R+V-Experte Paufler.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Die Balkonverkleidung muss stabil und fest verankert sein. Eltern sollten zudem darauf achten, dass sie keine scharfen Kanten hat und alle Schrauben versenkt sind.
– Giftigen Pflanzen gehören grundsätzlich nicht in die Nähe von Kindern.
– Steckdosen sollten auch im Außenbereich mit einer Kindersicherung versehen werden.
– Die Balkontür sollte von innen verschließbar sein, damit Kinder sie nicht alleine öffnen können.
– Eltern sollten mit gutem Beispiel vorangehen und vor den Augen der Kinder keine riskanten Dinge tun, etwa auf einen Stuhl steigen.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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