Vorbeugen und schmerzfrei entfernen
Mainz – Raue, verhornte Hautstellen, die entfernt an einen Blumenkohl erinnern: Warzen sind meistens gesundheitlich unbedenklich und schmerzfrei, doch Betroffene empfinden die Hautveränderungen häufig als kosmetischen Mangel. Lediglich Dornwarzen, die oft an der Fußsohle zu finden sind, erweisen sich als schmerzhaft. Da die Hornhautverdickung nach innen wächst, verursacht sie wie ein Dorn einen stechenden Schmerz. Die meisten Warzen lassen sich mit Mitteln der Selbstmedikation behandeln und entfernen. Warzen, die im Genitalbereich auftreten wie Feigwarzen, müssen jedoch ärztlich behandelt werden.
Warzen werden durch Herpesviren oder humane Papillomviren (HPV) verursacht. Anstecken kann man sich im Schwimmbad, Sauna oder beim Sport, wo bei Körperkontakt die Viren durch kleinste Kratzer und Hautverletzungen in den Körper eindringen. Vorbeugend sollte man deswegen an diesen Orten nicht barfuß laufen, keine Handtücher teilen und sich gut in den Finger- und Zehenzwischenräumen abtrocknen.
Sehr häufig treten Warzen an Händen und Füßen einzeln oder auch als Warzengruppe auf. Mit speziellen Warzentinkturen oder -pflastern aus der Apotheke können die Hornhautwucherungen meistens in der Selbstbehandlung entfernt werden, so Andreas Hott, Vorstand des Apothekerverbandes: „Milch-, Ameisen- oder Salicylsäure sind hier die gebräuchlichsten Wirkstoffe, die auf die Warze in flüssiger Form oder auch als Pflaster aufgebracht werden. Sie bewirken eine Austrocknung oder Ablösung der verhornten, betroffenen Hautstelle. Das kann aber mehrere Wochen dauern und erfordert etwas Geduld bei der Behandlung. Außerdem gibt es spezielle Vereisungsprodukte, bei der die Warzen bei hohen Minustemperaturen absterben. Vereisungssprays dürfen nicht bei Kindern unter vier Jahren, bei Diabetikern oder Menschen mit Durchblutungsstörungen angewendet werden.“ Generell sei bei Warzen wichtig, so Hott, dass man möglichst schnell nach ihrem Auftreten mit der Behandlung beginnt: „Warzen neigen dazu, zu streuen und sie sind auch ansteckend. Darum darf man an Warzen nicht herumkratzen oder herumbohren.“
Der Apothekerverband Rheinland-Pfalz e. V. – LAV vertritt die Interessen der selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker in Rheinland-Pfalz. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab. Von den gut 1.000 Apothekenleitern sind rund 95 Prozent freiwillige Mitglieder im Verband.
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