Warum Einwanderer keine Belastung, sondern notwendig sind

Betrachtet man die aktuellen Debatten über populäre Wirtschaftsfragen, entdeckt man sie immer wieder: die gefährlichen Halb- oder Unwahrheiten, welche ständig reproduziert, aber kaum noch hinterfragt werden. Eines der häufigsten Irrtümer ist dabei die Annahme, dass Einwanderer eine Belastung für den deutschen Staat darstellen und neben Konflikten auch Kosten verursachen.

Doch ist dies wirklich der Fall? In seinem neuen Buch „Wirtschaftsirrtümer – 50 Denkfehler, die uns Kopf und Kragen kosten“ setzt sich der Wirtschaftsexperte Henrik Müller mit den gängigsten dieser Fehlurteilen auseinander und lenkt den Blick zurück auf die eigentlichen Fakten. Dabei zeigt er auch, wie solch hartnäckige ökonomische Narrative entstehen, etwa durch verfälschende mediale Simplifizierung komplexer Zusammenhänge oder durch politische und wirtschaftliche Interessen, die Debatte in eine gewünschte Richtung zu lenken. Um neue Erkenntnisse zuzulassen und Denkbremsen zu lösen muss ein fortwährender skeptischer Blick auf die Fakten erfolgen, so der Autor.

Im Falle der Einwanderer-Debatte etwa ist die Sachlage eindeutig: Deutschland ist ökonomisch in Zukunft auf Zuwanderer angewiesen. Ohne sie würde das Wachstum der deutschen Wirtschaft in den kommenden Jahren stagnieren. Dies liegt vor allem daran, dass längst nicht mehr überwiegend Asylbewerber nach Deutschland kommen. Im Gegenteil: Unter den Neueinwohnern der Jahre 2001 bis 2010 sind fast ein Drittel Akademiker, ein Viertel bekleidet Positionen als Fach- oder Führungskräfte. Natürlich stehen diesen positiven auch einige negative Aspekte gegenüber: Mitunter kommt es zur Bildung von sozialen Brennpunkten mit einer erhöhten Kriminalitätsrate. Nach Müller werden diese Einzelfälle allerdings medial unmäßig stark in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Es zeigt sich also, dass sich bei genauerer Betrachtung und unter Berücksichtigung der Faktenlage vermeintlich berechtigte Annahmen als Irrtum herausstellen.

Der Autor
Henrik Müller, Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund, war zuvor viele Jahre stellvertretender Chefredakteur des manager magazins. Er ist Träger mehrerer renommierter Journalistenpreise, Autor diverser Bücher zu wirtschaftspolitischen Themen und überrascht immer wieder mit originellen Perspektiven auf aktuelle Wirtschaftsfragen.

Campus Frankfurt / New York ist einer der erfolgreichsten konzernunabhängigen Verlage für Wirtschaft und Gesellschaft. Campus-Bücher leisten Beiträge zu politischen, wirtschaftlichen, historischen und gesellschaftlichen Debatten, stellen neueste Ergebnisse der Forschung dar und liefern kritische Analysen.

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