Der Kongo spielt eine Schlüsselrolle bei der Produktion von Elektrofahrzeugen und Elektronikgeräten. Welchen Einfluss dies auf das Land hat, beleuchtet András Gerencsér in seinem Buch „Zwischen Kinderarbeitsvorwürfen und Elektroautos: Der Wunsch nach Selbstbestimmung. Die Selbstwahrnehmung des Bergbausektors im Südosten des Kongo“ (https://www.grin.com/document/1555909), das im März 2025 bei GRIN erschienen ist.
Elektronische Geräte und Batterien gehören heutzutage zum Alltag und deren Benutzung ist für uns ebenso selbstverständlich, wie das Atmen. Was viele dabei nicht wissen, ist wie groß der Anteil der darin verbauten oder für die Herstellung benötigten seltenen Erden und Metalle, die vor allem auf dem afrikanischen Kontinent abgebaut werden, ist. Doch im Zuge der fortschreitenden Technologien und den damit aufkommenden Klimaschutzfragen rückt auch dieses Thema immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. Welche Probleme entstehen im Kongo durch den Kobaltabbau? Welchen Anteil hat Kinderarbeit daran? Wie wird der Kobaltabbau von den Menschen vor Ort wahrgenommen? Diese und weitere Fragen beantwortet András Gerencsér in seinem Buch „Zwischen Kinderarbeitsvorwürfen und Elektroautos: Der Wunsch nach Selbstbestimmung“.
Kobaltabbau im Kongo: Folgen und Probleme vor Ort
Der Autor András Gerencsér schließt mit seinem Buch eine wichtige Lücke, indem er nicht über, sondern anhand von 20 Interviews vor Ort mit den Betroffenen über den Kobaltabbau im Kongo spricht. Durch die Gespräche mit einfachen Schürfern bis hin zu Topmanagern widerlegt der Autor in „Zwischen Kinderarbeitsvorwürfen und Elektroautos: Der Wunsch nach Selbstbestimmung“ die Vorwürfe systematischer Kinderarbeit, deckt jedoch andere strukturelle und kulturelle Missstände auf. Zu seinen Erkenntnissen gehören, dass die Regeln des Bergbausektors unabhängig von staatlichen Gesetzen von kongolesischen Akteuren ausgehandelt und gelebt werden. Dabei ist der Wunsch nach Selbstbestimmung, u. A. durch eigene Initiativen zur Problemlösung, sehr stark, wird aber wenig nach außen kommuniziert. András Gerencsér empfiehlt westlichen Herstellern von Elektroautos und -geräten, Rohstoffe aus staatlich kontrollierten, artisanalen Abbaustätten zu beziehen, die dortigen Partner als gleichberechtigte Partner zu behandeln und für sich sprechen zu lassen und dieses Vorgehen den westlichen Konsumenten PR-wirksam zu kommunizieren. Der Autor richtet sich mit seinem Buch an Presseorgane, die über bloße „Clickbait“-Titel hinaus fundiert berichten möchten; Unternehmen, die als Vorreiter ethisch geprüfte Produkte anbieten wollen; sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, die vor Ort effektiver zwischen traditionellen Selbstverwaltungsstrukturen und westlichen Ansätzen navigieren möchten.
Über den Autor
Mit drei Jahren erstmals nach Afrika gezogen, wuchs András Gerencsér als global native auf vier Kontinenten auf. Diese vielfältige Lebenserfahrung, gepaart mit über 15 Jahren Berufserfahrung in der Automobilbranche, prägte seinen interkulturellen und analytischen Blick. Sein Anliegen: das menschliche Verhalten und Entscheidungsprozesse durch einen empathischen und differenzierten kulturellen Zugang besser zu verstehen. Für die Idee hinter diesem Buch wurde er mit dem Publikumspreis des renommierten Strascheg Awards for Social Entrepreneurship ausgezeichnet.
Das Buch ist im März 2025 bei GRIN erschienen (ISBN: 978-3-389-11809-2).
Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1555909
Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.
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