Umfrage: Digitale Geduld sinkt – Mehrheit bricht Online-Dienste nach Sekunden ab

– Mehr als die Hälfte der Internetnutzer bricht digitale Anwendungen ab, wenn sie länger als 10 Sekunden warten müssen
– Bei KI, Streaming, Gaming und Zahlungen tolerieren die meisten Nutzer keine Verzögerungen
– Über 40 Prozent der Deutschen habe

Frankfurt am Main, 05. Mai 2026. Internetnutzer in Deutschland verlieren zunehmend die Geduld: Mehr als die Hälfte (56 Prozent) bricht digitale Anwendungen ab, wenn sie nur wenige Sekunden warten müssen. Vor allem bei Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz sind die Erwartungen hoch. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage* im Auftrag des Internetknoten-Betreibers DE-CIX.

Bei KI wird der Anspruch an Echtzeit deutlich: 54 Prozent der Nutzer erwarten eine Antwort innerhalb weniger Sekunden, darunter sieben Prozent, die sogar eine nahezu sofortige Reaktion in weniger als zwei Sekunden voraussetzen. Nur 27 Prozent sind bereit, länger als zehn Sekunden zu warten – etwa dann, wenn die Qualität der Antwort steigt. Mit neuen Technologien wie KI verschiebt sich die Erwartung zunehmend in Richtung Echtzeit. 43 Prozent der Befragten sagen, dass sie heute weniger Geduld mit digitalen Anwendungen haben als noch vor einigen Jahren.

Ladezeiten werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Auch bei klassischen digitalen Diensten ist die Geduld begrenzt: 56 Prozent der Befragten warten höchstens zehn Sekunden, bis eine Website oder ein Online-Dienst vollständig geladen ist, und brechen Anwendungen ab, wenn diese zu langsam reagieren. Schnelle Ladezeiten werden damit zum zentralen Kriterium für den Erfolg digitaler Angebote.

In datenintensiven Anwendungen wie Streaming oder Online-Gaming sind die Erwartungen ebenfalls hoch: Knapp zwei Drittel der Nutzer (64 Prozent) warten maximal 20 Sekunden, bis ein Video startet. Beim Gaming geben 84 Prozent der Spieler an, dass Verzögerungen (Lags) ihr Nutzererlebnis negativ beeinflussen. Zudem sagen 41 Prozent der Befragten, dass sie sich vor allem beim Streaming über lange Ladezeiten ärgern, gefolgt von Online-Zahlungen (37 Prozent) sowie Downloads und System-Updates (34 Prozent). Bei mehr als jedem Zweiten (53 Prozent) beeinflusst die Geschwindigkeit eines digitalen Dienstes das Vertrauen in dessen Qualität.

„Die digitale Geduld der Deutschen sinkt – ob bei Websites, Streaming, Gaming oder KI-Anwendungen“, sagt Ivo Ivanov, CEO von DE CIX. „Was dabei oft unterschätzt wird: Schnelligkeit ist für viele Nutzer inzwischen ein Zeichen von Qualität. Wenn Anwendungen zu lange brauchen, schwindet das Vertrauen. Die Umfrage zeigt deutlich, dass Echtzeit-Nutzung längst kein optionales Qualitätsmerkmal mehr ist, sondern eine Grundvoraussetzung für digitale Angebote. Mit immer mehr datenintensiven Anwendungen steigt deshalb auch der Anspruch an die digitale Infrastruktur, Inhalte zuverlässig und ohne spürbare Verzögerungen bereitzustellen.“

Über die Befragung:
*Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 13. bis 15. April 2026 insgesamt 2.090 Personen befragt, davon 1.752 Nutzer digitaler Dienste („Internetnutzer“). Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

DE-CIX (Aussprache (d’e:k’iks); Deutscher Commercial Internet Exchange) ist der weltweit führende Betreiber von Internetknoten und bietet seine Peering- und Interconnection-Services unter anderem für Cloud und KI in 60 Standorten in Europa, Afrika, Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten und Asien an. Im Jahr 1995 gingen das Unternehmen und sein erster Internetknoten in Frankfurt am Main an den Start. Heute ist DE-CIX von Rechenzentren in über 600 Städten weltweit aus erreichbar und verbindet Tausende Netzbetreiber (Carrier), Internet Service Provider (ISP), Content-Anbieter und Firmennetze aus mehr als 100 Ländern miteinander. Der DE-CIX Frankfurt ist mit einem Datenvolumen von knapp 48 Exabyte pro Jahr (Stand 2025) und fast 1100 angeschlossenen Netzwerken einer der größten Internetknoten der Welt. Mehr als 250 Mitarbeiter*innen aus mehr als 35 Nationen bilden das Rückgrat der DE-CIX Erfolgsgeschichte in Deutschland und der Welt. DE-CIX prägt seit den Anfängen des Internets die Rahmenbedingungen des Netzes der Gegenwart und der Zukunft in verschiedenen globalen Leitgremien entscheidend mit. Als Betreiber von kritischer IT-Infrastruktur trägt DE-CIX eine große Verantwortung für den reibungslosen, schnellen und sicheren Datenaustausch zwischen Menschen, Firmen und Organisationen an seinen globalen Standorten. Weitere Informationen unter: http://www.de-cix.net.

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