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+++ Das private Fernsehen steht vor seiner größten Herausforderung
+++ Print ist profitables Geschäft, „More of the same“ dagegen nicht

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Berlin, 09. Januar 2014. medienpolitik.net ( http://www.medienpolitik.net ) befasst sich zu Beginn des Jahres 2014 mit wichtigen Zukunftsfragen der Medien und sprach dazu mit Branchenvertretern. So sieht Dr. Tobias Schmid, Vorstandsvorsitzender des VPRT und Bereichsleiter Medienpolitik von RTL Deutschland, den privaten Rundfunk an seinem 30. Geburtstag inmitten einer immer dynamischer werdenden Medienwelt „vor seiner wohl größten Herausforderung: Der Überführung in die längst Realität gewordene konvergente Medienwelt.“

Der Gesetzgeber tue sich laut Dr. Tobias Schmid nach wie vor schwer damit, einen passenden Rechtsrahmen für die heutige Nutzung audiovisueller Medien zu formulieren. „Es bedarf“, fordert der Verbandschef der privaten TV-Sender gegenüber medienpolitik.net, „der grundsätzlichen Reform des Rundfunksystems durch eine neue Medienordnung, die das Medien- und Telekommunikationsrecht mit einbezieht und der veränderten Wettbewerbssituation und den neuen Angebots-, Zugangs- und Nutzungssituationen Rechnung trägt.“

Mit der Gegenwart und Zukunft der Zeitungen und Zeitschriften setzen sich bei medienpolitik.net in zwei Interviews Andreas Schoo, Geschäftsführer der Bauer Media Group, und Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur des „Handelsblatt“, auseinander. Für Andreas Schoo sind gedruckte Zeitschriften nach wie vor ein erfolgreiches Geschäftsmodell, und dass Zeitschriftentitel bald nur noch digital konsumiert werden, sei vor allem eine Prognose von Medienjournalisten. „95 Prozent der Bevölkerung lesen noch immer regelmäßig Printprodukte“, so Schoo. „Das Eine ist die öffentliche Wahrnehmung und das Andere die wirtschaftliche Realität. Mit gedruckten Zeitschriften erzielen die Verlage einen Milliardenumsatz und es ist auch ein sehr profitables Geschäft.“

Das „Handelsblatt“ erreicht 2,5 Millionen Unique User pro Monat online und mehr als 500.000 Leser täglich. Insgesamt liegt die Tagesreichweite bei mehr als einer Million Menschen. Um weitere Leser mit kostenpflichtigen Angeboten zu gewinnen, sei aber „“More of the same“ keine Strategie für Gewinner“, so „Handelsblatt“-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs. Das „Handelsblatt“ versucht deshalb, sich bewusst mit eigenen Themen von anderen Medien abzugrenzen. Skeptisch zeigte sich Jakobs gegenüber dem von der „Welt“ praktizierten Prinzip „Online to Print“: „Das ist ein großes Experiment. Wir beteiligen uns daran nicht, wir vertrauen unseren eigenen Ideen.“

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