Oft unterschätzt und doch lebensgefährlich – Autofahren während einer Grippe
Mönchengladbach, 13.11.2012
Winterzeit gleich Grippezeit. Viele Menschen erkranken in diesen Tagen an einer Grippe und die Influenzaviren treiben ihr Unwesen. Doch was die meisten Autofahrer nicht wissen ist, dass man sich bei einer Grippe auf gar keinen Fall hinters Steuer setzen sollte. Die Fahrtüchtigkeit ist in erheblichem Maße eingeschränkt und die damit verbundene Unfallgefahr steigt überproportional.
Verkehrsmediziner warnen seit Jahren vor der Tatsache, dass eine Grippe hinterm Lenkrad tödliche Folgen haben kann. Bei einem Niesser beispielsweise oder einem Hustenanfall, bei dem sich reflexartig die Augen schließen, kann der Autofahrer in eine lebensbedrohliche Situation geraten. Schon bei einer Geschwindigkeit von nur 50 km/h fährt der Autofahrer 20 Meter lang im Blindflug.
Bei Fieber wird die Reaktionsfähigkeit um mehr als das Doppelte verlängert. Bei Schnupfen und vermehrtem Augentränen, verschlechtert sich die Sehfähigkeit, sodass beispielsweise Auffahrunfälle häufiger vorkommen.
Besondere Vorsicht ist bei Einnahme von Grippemedikamenten zu beachten. Es ist ein vollkommener Irrglaube anzunehmen, dass Medikamente bei einer Grippe die Fahrtauglichkeit erhöhen. Oft besitzen Grippemittel eine dämpfende Wirkung auf das Gehirn und schränken die Reaktionsfähigkeit in erheblichem Maße ein. Bei fiebersenkenden Mitteln und bei sonstigen Grippemedikamenten sollte man unbedingt die Packungsbeilage lesen und entsprechend danach handeln.
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