In unserer kapitalistischen Gesellschaft verbreitet sich unaufhaltsam ein Trend, der zunächst gegen ihre grundlegende Beschaffenheit zu sein scheint: das Teilen. Die Sharing Economy erfreut sich wachsender Beliebtheit, sodass längst auch professionelle Plattformen die Infrastruktur für diese Tauschvorgänge bieten. Das bei Studylab im GRIN Verlag erschienene Buch „Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus“ deckt die Hintergründe dieses Trends auf. Gleichermaßen geht der Autor Adrian Kurtin der Frage nach, inwieweit die Sharing Economy selbst schon nach kapitalistischen Prinzipien kommerzialisiert wurde.
Ob Übernachtungsmöglichkeiten, Autos oder Lebensmittel – immer mehr Menschen teilen lieber, statt zu kaufen. Der Begriff der Sharing Economy steht paradigmatisch für diese Entwicklung. Eigentlich scheint der wachsende Trend in einem Kontrast zu unserer am Konsum ausgerichteten Gesellschaft zu stehen. Adrian Kurtin geht in seinem Buch „Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus“ deshalb nicht nur auf die Hintergründe der Sharing Economy ein, sondern beleuchtet auch die Ressentiments, mit denen Experten auf sie reagieren.
Soziale Wirtschaft oder ökonomisiertes Sozialleben?
Der Grundgedanke der Sharing Economy ist die effiziente Nutzung von Gütern. Wie jeder Trend ruft sie aber auch Unternehmen auf den Plan, die das Modell über digitale Plattformen organisieren und monetarisieren. Die Hauptkritik dabei: Was zuvor kostenlos im Sinne der Gemeinschaft angeboten wurde, ist heutzutage ein Geschäftsmodell und wird so zur bepreisten Ware. Gleichzeitig setzt der offene Wettbewerb unter den Anbietern Dumpinglöhne durch. In seiner Publikation „Sharing Economy – zwischen Kapitalismus und Kommunismus“ untersucht Kurtin die Hintergründe der emotional geführten Debatte um die Sharing Economy. In Kernpunkt seiner Untersuchung steht dabei auch Der Vergleich der prominenten Beispiele Airbnb und Couchsurfing. So legt er das Fundament für eine aufschlussreiche Untersuchung, die Anbietern und Nutzern auf den einschlägigen Plattformen, Verbraucherschützern und allen Interessierten einen Überblick über die relevanten Aspekte bietet.
Das Buch erscheint im Februar bei Studylab im GRIN Verlag (ISBN: 978-3-9609-5162-9).
Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/379498
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