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SMM 2014: Schiffskabinen virtuell am Computer gestalten

(Mynewsdesk) Leder, Holz oder Stoff? Bisher muss der Eigner diese Entscheidungen ohne visuellen Bezug zum eigentlichen Schiffsinterieur treffen. Wie das zukünftig leichter fällt, präsentiert das Fraunhofer IGD auf der SMM 2014 vom 9. bis 12. September in Hamburg.

(Darmstadt/Rostock/Graz) Während früher nur Motorkraft und Größe bei Yachten von Bedeutung waren, steht heute vor allem das Design mit edlen Materialien und einer qualitativ hochwertige Inneneinrichtung im Vordergrund. Bislang müssen Designer die Innengestaltung anhand von Stoff- oder Materialproben entscheiden lassen oder aber aufwändige Muster in Auftrag geben. Wie die fertige Yacht am Ende aussieht, erfahren die Kunden erst nach dem Bau. Forscher des Fraunhofer IGD haben mit dem Virtual Maritime Interior Configurator, kurz VI:MAR:CON, ein System entwickelt, mit dem das Interieur von Yachten bereits vor dem eigentlichen Bau interaktiv gestaltet werden kann.

Das funktioniert so: Mittels VR-Technologien erstellen die Fraunhofer-Forscher die komplette Inneneinrichtung einer Yacht in einem realitätsnahen 3D-Modell. Dabei kommt ein sogenannter Meso-Scanner zum Einsatz. Dieser scannt reale Materialien wie Stoffmuster oder Bodenbeläge in Minuten bis auf das kleinste Detail und erzeugt daraus präzise virtuelle Abbilder. „Diese Kombination ermöglicht es den Kunden, ihre Yacht nach individuellen Gestaltungswünschen zu konfigurieren“, erklärt Professor Uwe von Lukas, Leiter der Abteilung „Maritime Graphics“ am Fraunhofer IGD. „Aufgrund der realistischen Wirkung können sie bereits vor dem ersten Montageschritt prüfen, ob die ausgewählten Materialien für das Interieur in der zukünftigen Yacht zusammenpassen oder nicht.“ Reklamationen und aufwändige Umbauten gehören damit der Vergangenheit an.

Wie sich Yachten mit Virtual-Reality-Technologien konfigurieren lassen, zeigen die Forscher des Fraunhofer IGD vom 9. bis 12. September 2014 auf der diesjährigen SMM in Halle B6, Stand 411.

Die „Shipbuilding, Machinery & Marine Technology Messe (kurz SMM)“ ist das führende internationale Forum der maritimen Industrie. Alle zwei Jahre treffen sich in Hamburg Fachleute der Schiffbau- und Schiffbauzulieferindustrie, um ihre neuesten Produkte Experten aus der ganzen Welt zu präsentieren.

Weitere Informationen:

http://smm-hamburg.com/

http://www.igd.fraunhofer.de/Institut/Abteilungen/Maritime-Graphics

http://www.igd.fraunhofer.de/Institut/Abteilungen/Maritime-Graphics/Projekte/VIMARCON-Virtual-Maritime-Interior-Configurator

Diese Pressemitteilung (http://www.mynewsdesk.com/de/fraunhofer-institut-fur-graphische-datenverarbeitung-igd/pressreleases/smm-2014-schiffskabinen-virtuell-am-computer-gestalten-1049148) wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD (http://www.mynewsdesk.com/de/fraunhofer-institut-fur-graphische-datenverarbeitung-igd) .

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Das Fraunhofer IGD ist die weltweit führende Einrichtung für angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik und umfasst unter anderem Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realität.
Vereinfacht ausgedrückt, machen die Fraunhofer-Forscher in Darmstadt, Rostock, Graz und Singapur aus Informationen Bilder und holen aus Bildern Informationen. In Zusammenarbeit mit seinen Partnern entstehen technische Lösungen und marktrelevante Produkte.
Prototypen und Komplettlösungen werden nach kundenspezifischen Anforderungen entwickelt. Das Fraunhofer IGD stellt dabei den Menschen als Benutzer in den Mittelpunkt und hilft ihm mit technischen Lösungen, das Arbeiten mit dem Computer zu erleichtern und effizienter zu gestalten.
Durch seine zahlreichen Innovationen hebt das Fraunhofer IGD die Interaktion zwischen Mensch und Maschine auf eine neue Ebene. Der Mensch kann so mithilfe des Computers und der Entwicklungen des Visual Computing ergebnisorientierter und effektiver arbeiten. Das Fraunhofer IGD beschäftigt über 200 Mitarbeiter. Der Etat beträgt über 17 Millionen Euro.

Kontakt

Dr. Konrad Baier
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
00 49 6151 155-146
konrad.baier@igd.fraunhofer.de
http://shortpr.com/2vbur3

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