Sechs kurze Tipps für erfolgreiches Delegieren

Das kann ich doch (selbst) viel besser!

(Bildquelle: Atelier Coaching & Training AG)

Viele Chefs denken genauso wie die Titelheldin des Musicals „Annie get your gun“: „Alles, was du kannst, das kann ich viel besser!“ Fehlendes Vertrauen oder die Ansicht, es sei einfacher etwas selbst zu machen als zu erklären und zu überwachen, verhindern, dass mehr an Mitarbeiter delegiert wird. „Dabei liegen die Vorteile guten Delegierens klar auf der Hand“, erklärt Trainer und Speaker Stefan Häseli (http://www.stefanhaeseli.ch). „Der Delegierende selbst gewinnt dadurch Zeit und kann sich auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren. Das Team bzw. einzelne Mitarbeiter werden befähigt bestehende Fähigkeiten auszubauen und neue zu entwickeln, was wiederum Motivation und Selbstwertgefühl erhöht. Und im Unternehmen wird durch die optimale Ressourcennutzung die Gesamtproduktivität und Effizienz gesteigert.“ Folgende sechs kurze Tipps für erfolgreiches Delegieren gibt Stefan Häseli Führungskräften mit auf den Weg:

1. Komplette Aufgaben delegieren
Wird ein gesamtes Projekt bzw. Aufgabe delegiert, steigert dies Motivation und Leistung, weil damit auch die Verantwortung übergeben wird. Nur kleine Teilbereiche weiterzugeben bringt dagegen kaum die erwartete Entlastung.

2. Klare Ziele vorgeben
Mitarbeiter müssen wissen, was genau von ihnen erwartet wird. Das Ziel bzw. gewünschte Ergebnis der delegierten Arbeit muss also konkret formuliert werden. Je besser die Transparenz ist, umso höher wird die Eigenverantwortung ausfallen.

3. Konkrete Termine nennen
Werden delegierte Arbeiten nicht rechtzeitig erledigt, geraten schnell auch die eigenen Termine in Gefahr. Schon deshalb sind konkrete Termine bei der Weitergabe von Aufgaben wichtig. Auch Zwischentermine tragen zur Termineffizienz bei.

4. Ressourcen bereitstellen
Zum Delegieren von Arbeit gehört sowohl die Bereitstellung von Ressourcen (zeitlich, räumlich und finanziell) als auch das Vertrauen in die Fähigkeit der Mitarbeiter diese entsprechend zu nutzen. Der Delegierende muss sich fragen: Was traue ich dem Mitarbeiter zu? Aber auch das, was sich der Mitarbeiter selbst zutraut, ist wichtig. So lässt sich Über- bzw. Unterforderung vermeiden und ein für beide Seiten gewinnbringendes Ergebnis erzielen.

5. Feedback geben
Konstruktive Kontrolle und Feedback sind für beide Seiten nötig. Nur so weiß der Vorgesetzte über den aktuellen Stand Bescheid. Den Mitarbeitern wird gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg sind bzw. lassen sich mögliche Fehler frühzeitig korrigieren.

6. Handlungsspielräume zulassen
Immer wieder begehen Führungskräfte beim Delegieren den gleichen Fehler. Sie legen zu genau fest, wie eine Aufgabe erledigt werden soll. Entscheidender ist es, Ansprüche und Qualitätsstandards zu kommunizieren. Handlungsspielräume befähigen Mitarbeiter selbst Entscheidungen zu treffen.

Stefan Häseli regt als ehemaliger Kabarettist und gefragter Infotainer täglich dazu an, wirkungsvolle Kommunikation mit Spaß zu erleben. Sein Anspruch ist es, als Moderator und Keynot-Speaker intelligent zu unterhalten. Als Coach und Trainer für Führungs-, Verkaufs- und Kommunikationsthemen begleitet er seit vielen Jahren Führungskräfte in größeren Organisationseinheiten. Durch seine Erfahrungen im Management und einer Theaterausbildung verknüpft er beide Bereiche auf eine sehr wirkungsvolle Art und Weise.

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