Schwerpunktthemen Migranten & Lehrpersonal: Studie „Bildung auf einen Blick 2016“

Bildung auf einen Blick 2016

Bildung ist ein zentraler Faktor für die Integration von Migrantinnen und Migranten. Ein Blick auf die Zahlen der OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2016“ zeigt jedoch, dass Bildungsteilnehmer mit Migrationshintergrund in vielen Ländern beim Bildungsstand zurückliegen: 37 Prozent der 25- bis 44-Jährigen mit Migrationshintergrund haben keinen Abschluss im Sekundarbereich II. Die Daten zeigen auch, dass deutlich weniger Bildungsteilnehmer mit Migrationshintergrund einen Bachelor- oder gleichwertigen Bildungsgang im Tertiärbereich abschließen als Bildungsteilnehmer ohne Migrationshintergrund.

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie sind Analysen zum Ungleichgewicht von Männern und Frauen im Bildungswesen. Im Durchschnitt der OECD-Länder sind 68 Prozent der Lehrkräfte im Sekundarbereich I weiblich, im Sekundarbereich II sinkt der OECD-Durchschnitt auf 58 Prozent. Beim Thema Schulleitung verschiebt sich die Relation deutlich: Der Frauenanteil bei den Schulleitenden ist in allen OECD-Ländern geringer. Auch beim Einkommen und in den Fächergruppen zeigt der internationale Vergleich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Lehrberufen.

Mit „Bildung auf einen Blick“ legt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jährlich die umfangreichste Zusammenstellung von Bildungsindikatoren weltweit vor. Untersucht werden Bildungsergebnisse und Bildungserträge, Bildungsressourcen, Bilddungszugang und -beteiligung, Lernumfeld und Organisation von Schulen sowie Merkmale der Bildungssysteme, wie zum Beispiel typisches Eintritts- und Abschlussalter. Teilnehmer der Studie 2016 sind die 35 OECD-Mitgliedsländer sowie Brasilien, die Russische Föderation, Argentinien, China, Costa Rica, Indien, Indonesien, Kolumbien, Litauen, Saudi-Arabien, Südafrika und Israel.

„Bildung auf einen Blick 2016“ ist die deutschsprachige Ausgabe der OECD-Studie „Education at a Glance 2016“ und erscheint im Bielefelder W. Bertelsmann Verlag (wbv). Die digitale Ausgabe steht kostenfrei bei wbv Open Access (http://www.wbv.de/artikel/6001821jw) zur Verfügung. Die Druckausgabe ist bei wbv.de oder im Buchhandel erhältlich.

– Daten und Auswertung –
Datenquellen für „Bildung auf einen Blick 2016“ sind unter anderem die PISA-Studie sowie die OECD-Studie „Programme for the International Assessment of Adult Competencies“ (PIAAC). Zur Auswertung der Daten hat die OECD Indikatoren entwickelt, die direkte Vergleiche zwischen unterschiedlichen Bildungssystemen, Bildungsniveaus und Bedingungen für Bildung ermöglichen sowie die Operationsmodi und Ergebnisse von Bildungssystemen sichtbar machen. Die OECD informiert auf der Website www.oecd.org/education/education-at-a-glance-19991487.htm (http://www.oecd.org/education/education-at-a-glance-19991487.htm) über Berechnungsmethoden, die Interpretation der Indikatoren und die benutzten Datenquellen. Die Website bietet auch Zugang zu den Daten, die den Indikatoren zugrunde liegen.

– Herausgeber –
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist ein Zusammenschluss von 35 Ländern. Seit 50 Jahren ist die OECD weltweit eine der größten und zuverlässigsten Quellen für vergleichbare wirtschaftliche und soziale Statistiken.

OECD (Hg.)
– Bildung auf einen Blick 2016 –
OECD-Indikatoren
638 Seiten, Bielefeld 2016
DOI 10.3278/6001821jw – kostenfrei auf wbv-open-access.de (http://www.wbv.de/artikel/6001821jw)

Druckausgabe: 69,00 Euro (Abonnement 53,00 Euro)
ISBN 978-3-7639-5762-0
Bestell.-Nr. 6001821j (http://www.wbv.de/artikel/6001821j)

Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) ist ein Fach- und Wissenschaftsverlag für Bildung, Beruf und Sozialforschung. Mit Büchern, Fachzeitschriften, digitalen Medien, Fachinformationssystemen und den Portalen wbv-Journals.de und wbv OpenAccess.de bietet der wbv schnellen Zugriff auf aktuelle Bildungsliteratur. 2014 feierte das Familienunternehmen mit Sitz in Bielefeld sein 150jähriges Bestehen.

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