Patienten könnten unmittelbar nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) oder einem kleinen Schlaganfall (Minor Stroke) durch eine Kombinationsbehandlung mit zwei Plättchenhemmern besser vor einem Schlaganfall geschützt werden als mit einem Plättchenhemmer allein
Erstmals hat eine große Studie gezeigt, dass Patienten unmittelbar nach einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) oder einem kleinen Schlaganfall (Minor Stroke) durch eine Kombinationsbehandlung mit den beiden Plättchenhemmern Clopidogrel und Acetylsalicylsäure (ASS) besser vor einem Schlaganfall geschützt sind als mit ASS alleine. Die Studie wurde in China durchgeführt. Da unter Chinesen das Muster arterieller Erkrankungen anders ist als in der westlichen Bevölkerung und Chinesen andere Varianten des Leberenzyms P-450 haben, das Clopidogrel verstoffwechselt, sind die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf westliche Patienten übertragbar. Für Professor Joachim Röther, zweiter Vorsitzender der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und Chefarzt der Neurologischen Abteilung, Asklepios Klinik Altona, sind die Ergebnisse trotzdem wichtig, da bis zu 20 Prozent seiner Patienten ein zweites und schweres Schlaganfallereignis binnen drei Monaten erleiden und sich aus den Ergebnissen Folgerungen für die westliche Welt ergeben können. Für Professor Hans-Christoph Diener von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) sind die Ergebnisse Grund genug, auch für Westeuropa große Studien zur Sekundärprävention des Schlaganfalls mit Thrombozytenfunktionshemmern ebenso wie mit neuen Antikoagulantien zu fordern. Weitere Informationen finden Sie in unserem Beitrag in MEDIZIN ASPEKTE
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