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Rooibos oder Rotbusch, wie heisst denn nun dieser Busch?

Bekannt ist der nur in Südafrika vorkommende Strauch unter vielen Namen: Rooibos, Roibosch, Rotbusch u. a. Doch wie heisst er wirklich? Und wie wird er ausgesprochen?

Rooibos-Tee-Busch

Seine wissenschaftliche Bezeichnung lautet Aspalathus linearis. Den Namen kennen allerdings nur die wenigsten. Noch weniger Menschen kennen sicherlich die Bezeichnung der Pflanze in der Sprache der Khoisan, der südafrikanischen Ureinwohner, die durch ihre zahlreichen Klicklaute das Sprachvermögen des Europäers zumindest arg strapaziert.

Allgemein wird der Strauch heute als Rooibos, der daraus gewonnene Kräuteraufguss als Rooibos-Tee bezeichnet. Der Name ist Afrikaans und wird „Reu Boss“ ausgesprochen. Auf Deutsch bedeutet dies nichts anderes als „roter Busch“. Dementsprechend wird der Name in Deutschland oft zu Rotbusch bzw. im Englischen zu Redbush umgewandelt. Hieraus ergeben sich Mischformen wie Roibos (mit nur einem „o“), Roibosch, oder Roibusch.

Seltener in Gebrauch ist heute der Begriff Koopmans-Tee. Auch dieser hat seinen Ursprung im Afrikaansen Koopman – Kaufmann.

Der Gebrauch von Rooibos-Tee wird erstmals 1772 von einem schwedischen Botaniker beobachtet und festgehalten. Dieser beobachtete Khokhoi bei der Zubereitung eines Heilgetränks. Khoi und San, die Ureinwohner Südafrikas, werden auch als Buschmänner oder auf afrikaans als Boesmans bezeichnet, was dazu führt, dass der Rooibos-Tee ebenso als Buschmanntee bzw. Boesmantee bezeichnet wird.

Dass es sich auch bei Massai- und Ovambo-Tee ebenfalls um Rooibos-Tee handelt ist dagegen schon überraschend, denn weder die im namibianisch/angolanischen Grenzgebiet beheimateten Ovambo, noch die kenianischen Massai haben etwas mit dem Rooibos-Tee zu tun. Rooibos-Tee wird nämlich nur und ausschließlich in den Bergen nördlich von Kapstadt angebaut. Alle Versuche, die Pflanze an anderen Orten zu kultivieren sind bislang gescheitert. Es handelt sich hier also um reine Phantasiebezeichnungen. Diese haben ihren Ursprung in der Zeit der Apartheid. Südafrikanische Produkte wurden zu jener Zeit häufig boykottiert. Um diesen Makel zu umgehen wurden exotische Namen für den Rooibos-Tee gewählt, die sich bis heute gehalten haben.

Bei all den vielen Namen sollte man jedoch eines nicht vergessen: wichtig ist der Geschmack. Genießen Sie also Ihre Tasse Rooibos-Tee und nennen Sie ihn wie immer sie wollen.

Cape Farm Direct UG importiert den Rooibos direkt vom südafrikanischen Produzenten und verkauft den Tee in Deutschland.

Kontakt:
Cape Farm Direct UG
Werner Reeb
Wilhelmstraße 62
65183 Wiesbaden
061194579032
reeb@CapeFarmDirect.com
http://shop.rooibost.de

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