Erster Mietwohn-Index für Bayern zeigt hohe Zufriedenheit mit der persönlichen Wohnsituation, sieht den Staat aber in der Pflicht mehr zu tun
München (24.03.2015) – Die Schere zwischen Arm und Reich wird weiter auseinander gehen, so dass künftig mehr Menschen auf günstigen Wohnraum angewiesen sind. Davon sind mehr als drei Viertel der bayerischen Bevölkerung überzeugt (77%). Knapp zwei Drittel der Befragten befürchten, dass es nicht genügend bezahlbare Wohnungen geben wird (60%). Das sind zentrale Ergebnisse des 1. Mietwohn-Index für den Freistaat, den die GfK Marktforschung im Auftrag des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) (http://www.vdwbayern.de/presse) durchgeführt hat.
68 Prozent der Bayern glauben, dass es vor allem für Familien mit Kindern eng wird. Genauso viele Befragte sind überzeugt, der Staat müsste mehr tun, um dem zunehmenden Mangel an bezahlbaren Wohnungen entgegenzusteuern (68%). Größte Einigkeit besteht bei Sozialwohnungen: 80 Prozent halten sie auch in Zukunft für unverzichtbar. Mit ihrer eigenen Wohnsituation ist die deutliche Mehrheit der befragten Mieter in Bayern zufrieden (79%).
Bei den befragten Mietern befürchten 69 Prozent, dass es in den nächsten Jahren nicht genügend bezahlbare Wohnungen geben wird (alle: 60%). Entsprechend sehen 84 Prozent den Staat in der Pflicht mehr zu tun: (alle: 68%).
„Die bayerischen Bürger haben in der Tat einen Verantwortlichen für den Mangel an bezahlbaren Wohnungen erkannt“, so Xaver Kroner, Verbandsvorstand des VdW Bayern. „Denn mehr preiswerter Wohnraum ist nur durch sinkende Baukosten und höhere Wohnraumförderung möglich.“ Hier sei der Staat gefordert.
Der Mietwohn-Index wurde im Auftrag des VdW Bayern von der GfK Marktforschung durchgeführt. Dafür hat das Marktforschungsunternehmen rund 630 Männer und Frauen ab 14 Jahren in Bayern befragt.
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