Categories: Umwelt, Energie

Regeln zum Tankschutz lassen Planungsspielraum

Verschiedene Varianten der doppelten Sicherheit

Grafik: Gütegemeinschaft Tankschutz und Tanktechnik (No. 5823)

sup.- Damit Heizöl oder andere beim Nutzer gelagerte Stoffe nicht zum Umweltrisiko werden, gelten für die Tanks mehrstufige Sicherheitsanforderungen. Wichtigster Leitgedanke bei diesen rechtlichen Vorgaben ist der Gewässerschutz. Eine unsachgemäße Handhabung, Materialverschleiß oder Mängel bei den technischen Schutz- bzw. Warnsystemen können zum Risiko für Erdreich und Grundwasser werden. Auch für Tankanlagen in Gewerbebetrieben gilt deshalb: Keine Heizöl-Lagerung ohne vorschriftsmäßig ausgeführte Tankinstallation und funktionsfähige Sicherheitsvorrichtungen. Die Einhaltung dieser wasserrechtlichen Bestimmungen schützt nicht nur die umgebenden Ökosysteme vor Verunreinigungen, sondern auch den Tankbetreiber vor Schadenshaftung und Betriebsstillständen. Regel Nummer eins ist nach Angaben des Bundesverbandes Behälterschutz e. V. (Freiburg) das Prinzip der doppelten Sicherheit: Zusätzlich zu der Wandung des Tanks muss es stets eine weitere Barriere geben, die im Fall einer Leckage den austretenden Stoff zurückhält.

Diese Pflicht muss sich keinesfalls einschränkend auf die Konzeption von Firmenstandorten mit Tankanlagen auswirken. Es gibt heute nämlich verschiedene Varianten, um den zweifachen Schutz in der Praxis umzusetzen. Empfehlenswert ist es, bereits in einem frühen Planungsstadium einen Tankschutz-Fachbetrieb nach Wasserrecht hinzuzuziehen. Ein zuverlässiges Merkmal für die Zertifizierung ist dabei das RAL-Gütezeichen Tankschutz und Tanktechnik (www.bbs-gt.de). Die Fachbetriebe mit diesem Qualitätsprädikat haben das Know-how, unter den verfügbaren Optionen die passende Lösung zu finden. Das kann z. B. ein Tank mit integrierter Auffangwanne sein, ein Tank in einem flüssigkeitsdichten Auffangraum oder auch ein doppelwandig ausgelegter Erdtank. Bei bestehenden einwandigen Tanks kann zudem nachträglich eine maßgeschneiderte Innenhülle als ergänzende Leckschutzauskleidung angebracht werden. In dem verbleibenden Abstand zwischen alter und neuer Wand wird dann durch Absaugen der Luft ein leichter Unterdruck erzeugt. Jede kleine Undichtigkeit würde hier eine Druckveränderung bewirken, die sofort den Alarm eines Leckanzeigegerätes auslöst. Im Ergebnis ist nicht nur der Sicherheitsfaktor gestiegen, sondern auch der Planungsspielraum: Weil die Notwendigkeit eines Ölauffangraums entfällt, gibt es mehr Standort-Optionen für die Tankanlage.

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