Categories: Auto, Verkehr

Radeln im Herbst und Winter: Sturzgefahr und schlechte Sicht

R+V-Infocenter: Fahrweise und Kleidung der Witterung anpassen

(Bildquelle: Pixabay)

Wiesbaden, 8. November 2022. Radfahren kann im Herbst und im Winter eine tückische Sache sein – der Boden ist rutschig, die schräg stehende Sonne blendet, und es wird früh dunkel. Das R+V-Infocenter gibt Tipps, wie Radlerinnen und Radler auch unter widrigen Bedingungen unfallfrei ans Ziel kommen.

Das Wichtigste ist, die Fahrweise der Witterung anzupassen. So ist etwa der Bremsweg auf nassem Laub oder bei Eis und Schnee deutlich länger als auf einer trockenen Fahrbahn. „Deshalb ist es ratsam, das Fahrrad frühzeitig ausrollen zu lassen, statt stark zu bremsen. In Kurven sollten Radlerinnen und Radler am besten gar nicht bremsen müssen“, sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement bei der R+V Versicherung.

Auch der Reifendruck ist ein Faktor für die Fahrsicherheit. „Im der kalten Jahreszeit empfiehlt sich etwas weniger Luft in den Reifen. Das erhöht den „Grip“, also den Halt auf einem rutschigen Straßenbelag“, sagt Kretschmer. Dabei darf der auf den Reifen genannte Mindestdruck nicht unterschritten werden.

Gute Sichtbarkeit ist lebenswichtig
Egal ob batteriebetrieben oder per Dynamo: Eine einwandfrei funktionierende Beleuchtung vorne und hinten ist zu jeder Jahreszeit Pflicht – in der dunklen Jahreszeit ist sie aber besonders wichtig. „An trüben Tagen, bei Schneefall oder in der Dämmerung sind Radfahrende schwer zu erkennen. Um Unfälle zu vermeiden, sollten sie bei schlechter Sicht das Licht einschalten – und im Zweifel sogar den ganzen Tag mit Beleuchtung fahren“, rät R+V-Experte Kretschmer. Fehlt die Beleuchtung oder ist sie defekt, ist ein Bußgeld von bis zu 35 Euro möglich. Das gilt übrigens auch, wenn Vorder- oder Rücklicht stark verschmutzt sind. Damit sie ihren Dienst tun können, sollten auch die Reflektoren am Rad und Reifen mit Reflexstreifen regelmäßig gereinigt werden.

Zur guten Sichtbarkeit trägt in der dunklen Jahreszeit und bei schlechten Wetterverhältnissen auch die Kleidung bei. „Mit reflektierenden Klettbändern an Armen, Hosenbeinen oder Rucksäcken werden Radfahrerinnen und Radfahrer nicht so leicht übersehen“, sagt Kretschmer. Auch eine helle Warnweste oder ein zusätzliches Rücklicht am Helm verbessern die Sichtbarkeit.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Liegt auf Fahrradwegen noch Schnee, dürfen Radfahrerinnen und Radfahrer auf die Straße ausweichen. Fußwege sind jedoch tabu.
– Bei Glatteis ist Radfahren extrem gefährlich – das Rad sollte lieber stehen bleiben.
– Auch für Fahrräder gibt es Winterreifen: Sie haben ein gröberes Profil oder sogar Spikes.
– Damit Radfahrende gefährliche Situationen schnell erkennen, ist es sinnvoll, zum Schutz gegen die schräg stehende Sonne eine Mütze mit Schirm unter dem Helm zu tragen oder eine Sonnenbrille aufzusetzen.
– Vorder- und Rücklicht dürfen nicht blinken.
– Zur Fahrsicherheit trägt die richtige Pflege des Rads bei. Im Winter sollte die Fahrradkette regelmäßig von Streusalz und Dreck befreit werden. Sonst rostet sie schnell.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Raiffeisenplatz 2
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brigitte.roemstedt@ruv.de
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