Prof. Dr. Thorsten Schlomm erhält Wil de Jongh-Medaille

Prof. Dr. Thorsten Schlomm (Bildquelle: Eva Hecht)

Bonn, den 13. Juni 2018. Für seine besonderen Leistungen in der Therapie und in der Erforschung des Prostatakrebses wurde Prof. Dr. Thorsten Schlomm, Charité Berlin, vom Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. mit der Wil de Jongh-Medaille am 30. Mai 2018 in Magdeburg ausgezeichnet.

In seiner klinischen Tätigkeit entwickelte Prof. Schlomm eine Operationsmethode die eine signifikante Verringerung der Inkontinenz nach Prostatektomien ermöglicht. Damit verbessert sich die Lebensqualität an Prostatakrebs operierter Männer erheblich.

Prof. Schlomm forscht im Internationalen Krebsgenom Konsortium an der der Entwicklung individualisierter Therapien mit Hilfe der Genomanalyse. In der Praxis nutzt er die Genomsequenzierung bereits für Patienten bei denen die Standardtherapien nicht mehr wirksam sind.

Sein Bekenntnis zur spezialisierten, interdisziplinären Behandlungen der Prostatakrebspatienten ist das Versprechen guter Lebensqualität für seine Patienten. Messen, Berichten und Vergleichen der Therapieergebnisse mit identischen international konsentierten klinischen und von Patienten berichteten Indikatoren haben für Prof. Schlomm Priorität bei der Qualitätsverbesserung der Prostatakrebstherapie. Dass nicht mehr Fallzahlen, sondern die Behandlungsqualität über die Höhe der Honorierung bestimmen soll, ist sein eindrucksvolles Bekenntnis zur wertbasierten medizinischen Versorgung.
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe dankt Prof. Schlomm für seine Leistung als Forscher und Arzt und für seine Unterstützung der Prostatakrebs Selbsthilfe.

Prof. Dr. med. Thorsten Schlomm ist seit Februar 2018 Direktor der Klinik für Urologie an der Charité Berlin. Zuvor war er leitender Arzt und wissenschaftlicher Direktor der Martini-Klinik am Prostatakarzinomzentrum in Hamburg-Eppendorf (UKE) und Sektionsleiter an der Klinik und Poliklinik für Urologie des UKE

Über die Wil de Jongh-Medaille:
Der BPS würdigt mit dieser Ehrung die Kompetenz, überdurchschnittliches Engagement und insbesondere die ausgeprägte Patientenorientierung eines klinisch tätigen oder niedergelassenen Arztes. Der Namensgeber der Ehrung, der Niederländer Wil de Jongh, war selbst an Prostatakrebs erkrankt. Als Patient erwarb er Kenntnisse, die in seiner Zeit ungewöhnlich umfangreich und fundiert waren und die er bereitwillig mit anderen teilte. Sein Beispiel inspirierte Menschen in vielen Ländern sich mit ihrer Erkrankung Prostatakrebs intensiv zu beschäftigen. Wil de Jongh verstarb im Jahr 2004.

Über den BPS:
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 von gegründet und hat seinen Sitz in Bonn.
Mittlerweile gehören 238 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft
der Stiftung Deutschen Krebshilfe und ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS vertritt Patienteninteressen im Gemeinsamen Bundesausschuss und ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung „Europa UOMO“.

Über den BPS:
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 von 18 Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Derzeit gehören 235 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe und ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung Europa UOMO.

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