Immer mehr Menschen sind auf mehrere Medikamente angewiesen – Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen
Je älter Patienten werden, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie täglich auf mehrere unterschiedliche Medikamente angewiesen sind. Ärzte sind sich dabei einig: Das ist nicht immer zum Wohle der Patienten. Ein Problem dabei: Meist sind die Substanzen nur einzeln, aber nicht in Kombination mit anderen Medikamenten in medizinischen Studien überprüft worden. Mit der Anzahl der angewandten Arzneimittel steigt parallel die Anzahl möglicher Wechselwirkungen – und das exponentiell. So wächst mit dem Alter der Patienten die Herausforderung, eine Priorisierung bei den Diagnosen vorzunehmen. Ärzte gehen dazu über, zunächst vorwiegend die Symptome zu behandeln, die im Vordergrund stehen. Im Praxisalltag erfolgt dabei eine Abschätzung möglicher Nebenwirkungen gegenüber dem erwarteten Nutzen der medikamentösen Behandlung. Lebensverlängerung und Lebensqualität sind die Leitlinien.
Multimedikation – eine echte Herausforderung für Ärzte und Patienten
Die Multimedikation vieler älterer Patienten stellt Ärzte vor echte Herausforderungen. Zum einen lassen sich unerwünschte Wirkungen der verschiedenen Mittel nur schwer von bestehenden Symptomen oder Krankheiten unterscheiden. Eine regelrechte Kaskade von Verschreibungen weiterer Medikamente kann die Folge sein. Zudem erhöhen manche Arzneimittel das Risiko für alterstypische Schwierigkeiten wie zum Beispiel Komplikationen durch Stürze. Eine aktuelle Längsschnitt-Untersuchung zur Polypharmazie und zur Anwendung von Medikamenten in der hausärztliche Praxis bei älteren Patienten hat gezeigt, dass sich in einem Beobachtungszeitraum von viereinhalb Jahren die durchschnittliche Zahl verschreibungspflichtiger Medikamente von 3,3 auf 6,2 Medikamente pro Patient erhöht hat. Hintergrund dieser Multimedikation war eine steigende Zahl von Diagnosen, darunter Diabetes mellitus, Depressionen, Schlaganfall, Demenz, Herzbeschwerden oder die arterielle Verschlusskrankheit. [1]
Homöopathische statt nebenwirkungsintensive Medikamente
Durch Studien lässt sich belegen, dass zu viele nebenwirkungsreiche Medikamente eher schaden als nutzen. Dies führt zu einem zunehmenden Bewusstseinswandel unter Hausärzten. Ärzte setzen auf homöopathische Arzneimittel zur Therapie geriatrischer Patienten. Der Nutzen dieser Behandlung zeigt sich im Praxisalltag. So berichteten Ärzte auf dem Deutschen Ärztekongress von Therapieerfolgen in der Verwendung homöopathischer Arzneimittel bei vielfältigen Symptomen wie psychomotorischer Unruhe, Durchfällen, Hämatomen oder Drehschwindel.
Ein Informationsportal rund um die Homöopathie. homimed richtet sich an Personen, die sich über verschiedene Behandlungsformen informieren möchten. Homöopathie findet immer häufiger den Zugang zu Bereichen der schulmedizinischen Behandlung.
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