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Pflanzenöle im Ertragscheck

Ölpalmen an der Spitze

Grafik: Supress (No. 5009)

sup.- Ein wesentlicher Bestandteil zur Ernährung der Weltbevölkerung wird durch die Gewinnung von Ölen und Fetten aus Nutzpflanzen gewährleistet. Im Gegensatz zu tierischen Fetten enthalten sie keine Trans-Fettsäuren, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädigend zu sein, sondern eine Kombination aus gesättigten, einfach gesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ölpalmen nehmen dabei eine Spitzenposition ein, da sie auf vergleichsweise geringer Fläche einen großen Teil des weltweiten Bedarfs an Pflanzenölen decken. Laut Zahlen des WWF liegen die Ölerträge bei Ölpalmen durchschnittlich bei 3,69 Tonnen pro Hektar (t/ha). Bei anderen ölliefernden Nutzpflanzen ist der Ertrag pro Fläche deutlich geringer: Raps kommt beispielsweise auf 1,33, Sonnenblumen auf 0,86, Soja auf 0,77 und Kokos lediglich auf 0,52 t/ha.

Trotz dieser positiven Ertragsbilanz wird der Anbau von Ölpalmen, der vor allem in Indonesien und Malaysia erfolgt, seit Jahren zunehmend kritisch bewertet. „An die galoppierende Expansion der Pflanze, die mit allen Konsequenzen unersetzlichen Wäldern das Leben kostet, knüpfen sich Forderungen nach einem ökologischen, ökonomischen und sozialen Kurswechsel“, so der WWF. Die anerkannte Organisation hat deshalb bereits vor über zehn Jahren die Initiative „Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl“ (RSPO) ins Leben gerufen, die sich u. a. für den nachhaltigen Anbau von Ölpalmen stark macht und Unternehmen verpflichtet, Palmöl nur aus entsprechend zertifizierten Quellen zu beziehen. Obwohl in Deutschland nur ein sehr geringer Teil des weltweiten Palmölaufkommens bezogen wird, nehmen viele Markenhersteller hierzulande eine Vorbildfunktion ein, um die Nachhaltigkeit beim Anbau von Palmöl zu forcieren. Das bestätigt das aktuelle Rating des WWF von 130 internationalen Unternehmen im Rahmen des so genannten Palm Oil Buyers Scorecard.

Bildquelle:kein externes Copyright

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