Fette aus Rapspflanzen dominieren den Markt
sup.- Der Verbrauch an pflanzlichen Ölen beträgt laut Zahlen des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) für das Jahr 2014 rund 5,9 Millionen Tonnen. Mit einem Anteil von 61 Prozent dominiert dabei das zumeist heimisch gewonnene Rapsöl den Markt, gefolgt von Palmöl (14 Prozent), Sojaöl (7 Prozent), Palmkernöl (6 Prozent), Sonnenblumenöl (5 Prozent) und Kokosnussöl (4 Prozent). Lediglich drei Prozent entfallen auf sonstige pflanzliche Fette wie Oliven-, Lein-, Maiskeim- oder Sesamöl.
Anders als in Deutschland sind neben Sojaöl weltweit Palmöl und Palmkernöl die wichtigsten pflanzlichen Fette. Sie bilden aufgrund ihrer Ertragskraft einen wichtigen Eckpfeiler für die Ernährungssicherheit. Obwohl von den globalen Anbauflächen für fettliefernde Nutzpflanzen nach Angaben der Organisation Oil World nur 5,3 Prozent zur Gewinnung von Palmöl genutzt werden, liegt der Ertrag an der gesamten Produktion von Pflanzenölen bei 36,4 Prozent. Pro Hektar Anbaufläche können durchschnittlich mindestens vier Tonnen Palmöl gewonnen werden, bei Rapsöl liegt der entsprechende Ertrag beispielsweise nur bei 0,6 und bei Soja bei 0,4 Tonnen je Hektar.
Aus ökologischen Gründen zum Verzicht von Produkten mit der Zutat Palmöl aufzurufen, ist deshalb keineswegs verantwortungsvoll. Das bestätigen auch weltweit anerkannte Umweltorganisationen: „Wir sind nicht gegen Palmöl oder gegen die Palmölindustrie. Wir sind gegen Palmöl, das auf Plantagen angebaut wird, für die tropischer Regenwald oder Torfwälder vernichtet wurden“, so lautet beispielsweise das differenzierte Urteil von Greenpeace. Deshalb sollten Konsumenten Wert darauf legen, dass die Hersteller von Lebensmitteln und sonstigen Produkten, bei denen Palmöl zum Einsatz kommt, sich nachweislich für einen nachhaltig orientierten Einkauf von zertifizierter Ware engagieren. Infos hierzu erhalten interessierte Verbraucher z. B. über die entsprechenden Hotlines und Websites der jeweiligen Unternehmen.
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