Der Skandal um undeklariertes Pferdefleisch in Tiefkühlprodukten weitet sich aus. Seit Kurzem ist klar, dass auch deutsche Verbraucher betroffen sind. Beim Vegetarierbund Deutschland (VEBU) stehen seither die Telefone nicht mehr still. Dieser Fleischskandal scheint zahlreichen Deutschen endgültig den Appetit auf Fleisch zu verderben.
Als erstes deutsches Unternehmen bestätigte vorgestern die Supermarktkette Real, dass sie in Stichproben ihrer Tiefkühl-Lasagne der Eigenmarke TiP Anteile von Pferdfleisch gefunden hat. Damit ist erwiesen, dass auch deutsche Verbraucher unwissentlich Pferdefleisch verzehrt haben. In welchem Umfang ist indes noch unklar. Neben Real wurden auch Kaiser“s Tengelmann, Eismann, Edeka, Markant und Rewe Deutschland vom französischen Unternehmen Comigel beziehungsweise dessen Luxemburger Tochter Tavola beliefert und könnten daher ebenfalls betroffen sein.
Der VEBU sieht sich in diesen Tagen mit einer Flut an Anfragen von Neu-Vegetariern konfrontiert. VEBU-Geschäftsführer Sebastian Zösch ist von dem enormen Zulauf nicht überrascht: „Dieser Fleischskandal trifft die Verbraucher ganz besonders. Denn hier geht es nicht nur um eine abstrakte Gesundheitsgefahr, sondern um einen moralischen Tabubruch“, sagt Zösch.
Besonders gefragt beim VEBU ist in diesen Tagen der digitale vegetarische Schnupperkurs „Veggie Abo“. 30 Tage lang erhalten Interessierte täglich eine E-Mail mit Rezept und umfassenden Informationen rund um eine vegetarische Lebensweise. Den Schnupperkurs können Interessierte kostenlos und unverbindlich anfordern unter: www.veggie-abo.de
„Letztlich ist es kulturell bedingt, ob wir Pferde-, Hunde- oder Rindfleisch essen oder uns davor ekeln“, sagt Zösch. „Der aktuelle Pferdefleisch-Skandal lässt viele Verbraucher darüber nachdenken, was sie essen, was nicht und warum und bringt sie dazu, eine ethische Entscheidung zu treffen. Diese heißt oftmals sich vegetarisch zu ernähren“, so Zösch abschließend.
Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit seiner Gründung 1892 wirkt die Organisation mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit darauf hin, den Fleischkonsum in der Gesellschaft deutlich zu senken sowie die vegetarische Lebensweise als attraktive Alternative möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.
Kontakt:
Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU)
Sebastian Zösch
Glatzer Str. 5
10247 Berlin
030 – 200 50 799
presse@vebu.de
http://www.vebu.de
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