Die kleinere und mittleren Unternehmen (KMU) arbeiten an der Optimierung ihrer technologischen Prozesse, berichtet das IfM Bonn/ Institut für Mittelstandforschung in einer Pressemitteilung.
In den letzten Jahren stieg der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen, die ihre technologischen Prozesse durch Innovationen verbessert haben. In 2014 optimierten ca. 22 % der KMU ihre unternehmensinternen technologischen Abläufe. 2016 waren es bereits knapp 26 %. Gleichzeitig ist der Anteil der KMU gesunken, die Innovationen ihrer Produkte und Dienstleistungen auf den Markt brachten (2014: 33 %, 2016: 30 %).
Die Ursachen für diese Entwicklung sind die Digitalisierungsmöglichkeiten, mit deren Hilfe die KMU im Produzierenden Gewerbe ihre Produktionsabläufe auf „Industrie 4.0“ umstellen. Dies scheint jedoch einen Großteil der personellen und finanziellen Ressourcen zu binden, die KMU ansonsten für Innovationsaktivitäten einsetzen würden.
Insgesamt geht der Trend dahin, dass die kleinen Unternehmen (bis zu 49 Beschäftigten) ihre Innovationsaktivitäten eher zurückfahren und die mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten sie ausweiten. Außerdem konzentrieren die kleinen Unternehmen ihre Aktivitäten tendenziell eher auf eine der beiden Innovationskategorien: entweder technologische Innovationen (von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen) oder die nicht-technologischen Innovationen in den Bereichen Organisation und Marketing. Außerdem haben mittelgroße und große Unternehmen eher die Möglichkeiten, sowohl technologische als auch nicht-technologische Innovationen hervorzubringen. Dies liegt an ihrer besseren Ressourcenausstattung.
Mit zunehmender Größe der Unternehmen sind diese eher in der Lage, völlig neuartige Produkte oder Dienstleistungen zu initiieren, mit denen sie als Pioniere am Markt auftreten. Kleine und mittlere Unternehmen richten den Fokus hingegen zunächst mehr auf die Weiterentwicklung oder auch das Imitat von bestehenden Produkten. (Für die Finanzierung der Digitalisierungskosten stehen Fördermittel zur Verfügung)
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