Categories: Umwelt, Energie

Nachhaltiger Kakaoanbau verbessert Lebensbedingungen

Perspektiven für Bauern in Entwicklungsländern

Foto: A. Brendel / Rainforest Alliance (No. 5831)

sup.- „Wir als Verbraucher in Deutschland haben es in der Hand, dass die Kakaobauern von ihrer harten Arbeit leben können und dass die Kinder zur Schule gehen, anstatt auf den Feldern zu arbeiten“, so lautet der Appell von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller anlässlich seines Besuchs einer Kakaoplantage in der Cote d“Ivoire (Westafrika). Die Kakao-Kooperative ist Teil des Projektes PRO-PLANTEURS, das vom „Forum Nachhaltiger Kakao“, der Bundesregierung sowie der ivorischen Regierung unterstützt wird. Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es, das Einkommen und die Lebensbedingungen von insgesamt 20.000 Kakaobauern und ihren Familien durch Schulungen in nachhaltigem Kakaoanbau, Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen sowie Professionalisierung der Bauernorganisationen zu verbessern. Nachhaltige Bewirtschaftungsmethoden führen zu einer Optimierung der Qualität sowie der Quantität der Kakaobohnen bei gleichzeitig bestmöglichem Schutz der ökologischen Balance in den Regionen. Damit die Kleinbauern dem schwankenden Weltmarktpreis für Kakao weniger stark ausgesetzt sind, wird die Erschließung von zusätzlichen Einkommensquellen durch den Anbau von traditionellen Nahrungskulturen wie Kassava, Bananen, Yam und Auberginen gefördert.

Das umfangreiche Engagement zur Forcierung von öko-sozialen Kriterien beim Kakaoanbau können die zahlreichen Liebhaber von Schokoladenprodukten in Deutschland durch ihr Konsumverhalten unterstützen. Umso mehr Unternehmen der Süßwarenbranche sich bei ihrer Einkaufspolitik für zertifizierten Kakao stark machen, desto höheren Anreiz haben Kakao-Bauern, sich für nachhaltige Anbaumethoden und damit auch für bessere Gewinnmargen einzusetzen. Die Nachfrage ist entscheidend für das Angebot von höherwertigem, aber damit auch teurerem Kakao.

Verbraucher, die sich beim Kauf von Schokolade immer nur am günstigsten Preis orientieren, können nicht erwarten, dass bei diesen Produkten Rohstoffe zum Einsatz kommen, die guten öko-sozialen Standards entsprechen. Das „Forum Nachhaltiger Kakao“ ( www.kakaoforum.de) hat bislang über 70 Mitglieder und steht weiteren Interessenten offen. Zu den Unterstützern des Forums zählen sowohl Unternehmen der Süßwarenindustrie und des Lebensmittelhandels wie auch Nichtregierungsorganisationen und standardsetzende Vereinigungen (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ Certified).

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