Statt Wohnungsnot einander unter die Arme greifen
Das Wintersemester hat begonnen, aber immer noch sind viele Studenten auf Wohnungssuche. Während sie in anderen Ländern mit der Zulassung zum Studium ein Zimmer in einem Studentenwohnheim zugewiesen bekommen, ist das hierzulande nicht der Fall.
Ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft kostet im bundesweiten Durchschnitt knapp 400 Euro. Am meisten wird in München mit rund 600 Euro gezahlt.
Dort, wie in anderen Unistädten, haben private Bauherren ein gutes Geschäftsmodell entdeckt und bieten Zimmer in Neubauten für über 800 Euro Monatsmiete als Studentenunterkünfte an.
Aufrufe von Politikern zur helfen nicht, denn sie vermehren nicht den fehlenden Wohnraum, eine Situation, die durch Zustrom von Zuwanderern enorm verschärft wurde.
Was tun? Wie lässt sich Wohnraum vermehren, abgesehen von den traditionellen Wegen, die aber auch erst langfristig verwirklicht werden könnten?
Es gilt kreativ neu Formen des Wohnens zu erproben, brachliegende Möglichkeiten zu aktivieren.
Mitwohnen lautet die Lösung.
Die Möglichkeit zum Mitwohnen besteht beispielsweise bei Familien, die oft in irgendeiner Form Helfer beschäftigen, um die Kinder zu versorgen. Zumindest solche Familien, die an ein Aupair gedacht hatten, also ein Zimmer oder eine Einliegerwohnung frei haben, könnten ja auch an Studenden oder andere junge Leute günstig vermieten und dafür diverse Hilfsdienste erhalten.
Ähnlich ältere Leute, die häufig in viel zu großen Wohnungen leben, aber gerne etwas Gesellschaft oder Unterstützung im Alltag hätten, wie Einkaufen, den Garten in Ordnung halten u.ä.
Das wären sicherlich zwei wichtige Gruppen von Anbietern.
Denkbar sind viele andere Interessenten, solche, die z.B. eine Immobilie lieber eine Weile bewohnen, als sie ungeschützt leerstehen lassen, jemanden quasi als Hauswächter wünschen.
Die Landwirtschaft, Gewerbetreibende, Selbständige wären froh, jemanden zu haben, der Arbeitsspitzen übernehmen könnte, Telefondienst bei Abwesenheit macht usw.
Natürlich muss man sich darauf einlassen können: Wohnen gegen Hilfe, eben. Das erfordert ein Umdenken, Toleranz, Rücksicht und Empathie.
Hier können sich Vermieter und Mieter kostenlos eintragen
www.mitwohnen.org
Portal zum Thema Mitwohnen
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interconnections medien & reise e.K.
Georg Beckmann
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http://www.mitwohnen.org
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