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Krebspatienten leiden unter Angst und Depressionen

Ausführliche Aufklärung vor Therapie gut für die Psyche

Foto: Fotolia (No. 4824)

sup.- Krebspatienten fühlen sich ihrer Krankheit oft ausgeliefert. Eine Studie des Universitätsklinikums Regensburg unter Leitung von Prof. Oliver Kölbl hat gezeigt, dass 41 Prozent der Patienten zu Beginn einer Strahlentherapie auffällige oder grenzwertige Symptome von Angst und 33 Prozent von Depressivität zeigen. Bei den meisten lässt die Angst jedoch bereits nach der ersten Strahlentherapiesitzung nach. Die Befragung ergab, je aufgeklärter die Patienten sind, je mehr sie im Gespräch mit dem Arzt erfahren, desto schneller können sie die Furcht vor den Apparaten verlieren und das „Heilende“ der Strahlentherapie sehen.

Wie wichtig intensive Beratung ist, bestätigt Dr. Alfred Haidenberger vom Rinecker Proton Therapy Center (RPTC) in München, der europaweit modernsten Anlage für Protonenbestrahlung. „Im Gegensatz zur herkömmlichen Bestrahlung mit Röntgen arbeiten wir mit Protonen, die in Teilchenbeschleunigern auf eine hohe Geschwindigkeit gebracht werden“, erläutert Dr. Haidenberger. Die Bestrahlung ist für den Patienten nicht wahrnehmbar und absolut schmerzfrei. Sie dauert meist nicht länger als 60 bis 120 Sekunden pro Sitzung.

Hochenergetisch beschleunigte Protonen geben ihre meiste Energie erst am Ende ihrer Laufstrecke ab, also unmittelbar im Tumor. Diese physikalischen Eigenschaften von Protonen haben für den Patienten erhebliche Vorteile. „Die Strahlenbelastung im gesunden Gewebe vor dem Tumor ist um den Faktor drei bis fünf geringer als bei der Röntgenbestrahlung. Hinter dem Tumor wird keine Strahlendosis mehr abgegeben“, so Dr. Haidenberger. Dadurch entstehen weniger Nebenwirkungen, gleichzeitig erhöhen sich die Heilungschancen durch die bessere Ortsdosisverteilung. Vor allem bei Tumoren, die nahe an lebenswichtigen Organen siedeln, ist die zielgenaue Protonenbestrahlung der Bestrahlung mit Röntgen deutlich überlegen. Weitere Informationen zu dieser innovativen Form der Strahlentherapie gibt es unter www.rptc.de.

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