Categories: Umwelt, Energie

Kombination aus Ölheizung und Solaranlage

Effiziente und häufig gewählte Wärme-Lösung

Foto: JuergenL / stock.adobe.com (No. 6093)

sup.- Heizölverbraucher sind keinesfalls die Hüter einer Wärme-Technologie von gestern. Im Gegenteil: Wer mit Öl heizt, ist überdurchschnittlich offen gegenüber modernen, regenerativen Energiekonzepten in der Gebäudetechnik. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO) unter den deutschen Heizungsbaubetrieben. Dabei stellte sich heraus, dass es vor allem die Nutzer des Brennstoffs Öl sind, die im Zuge einer Sanierung eine thermische Solaranlage integrieren. Während die Kombination von Wärmeerzeuger und Sonnenkollektoren im Schnitt bei 16 Prozent aller Heizungsmodernisierungen gewählt wird, trifft dies bei den Ölheizungs-Eigentümern auf 20 Prozent der Maßnahmen zu.

Bereits mehr als 900.000 thermische Solaranlagen werden in Deutschland gemeinsam mit einem Ölheizkessel betrieben. Diese so genannten Hybridheizungen mit verschiedenen, teilweise erneuerbaren Wärmequellen sind nach Einschätzung des IWO aufgrund ihrer Effizienz ein wichtiger Baustein für die Energiewende im Gebäudebereich: „Eine Öl-Brennwertheizung ist als Basis bestens geeignet, da sie leitungsunabhängig und zuverlässig die Wärmeversorgung übernimmt, wenn Sonne, Wind und Co. nicht ausreichend Energie liefern können.“ Um bis zu 40 Prozent kann der Brennstoffbedarf nach IWO-Angaben reduziert werden, wenn die Kombination aus Öl-Brennwertkessel und Solaranlage eine veraltete Heizung ersetzt.

Diese Rechnung geht natürlich nur dann auf, wenn es bei den leitungsunabhängigen Energielieferungen nicht zu einer ungenauen Mengenerfassung bzw. zu Fehlabrechnungen oder sogar zu Zählermanipulationen kommt. Jede kostentreibende Abweichung von der tatsächlichen Liefermenge könnte den Einspareffekt der neuen Geräte torpedieren. Die Sonne ist als Energieversorger in dieser Hinsicht unverdächtig. Aber beispielsweise bei der Heizöl-Anlieferung per Tankwagen können Schutzmaßnahmen zur Absicherung der Lieferqualität nicht schaden. Als praktisches Verbraucherschutz-Instrument bietet sich das RAL-Gütezeichen Energiehandel an: Dieses Qualitätsmerkmal der Brennstoff-Lieferanten in der Gütegemeinschaft Energiehandel belegt eine kontinuierliche Überwachung, die neutrale Gutachter bei unangemeldeten Kontrollbesuchen vornehmen (www.guetezeichen-energiehandel.de). Störungen der Zähleranlagen oder Ungenauigkeiten in den Lieferscheinangaben würden bei diesen Überprüfungen nicht unentdeckt bleiben.

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