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Kellbergs Bad nahm vor 175 Jahren Betrieb auf

Vom Stahlbad zur onkologischen Rehaklinik: Gesundes Wasser war die Basis für den wirtschaftlichen Aufschwung der Region/ Heute ist die Klinik Prof. Schedel Kompetenzzentrum für die Gesundheit von Krebspatienten

Die Ottilienquelle erinnert noch heute an den Beginn des Kurbetriebs in Kellberg vor 175 Jahren.

THYRNAU-KELLBERG. Eine eisenhaltige Heilquelle bildete die Basis für die Erfolgsgeschichte des heutigen Luftkurorts Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau). Der Mediziner Joseph Waltl hatte an Ostern 1838 zufällig „den Ort zum Gesundwerden“ freigelegt. 1839, also vor nunmehr175 Jahren, wurde der Badebetrieb eröffnet. Diese Zufallsentdeckung entwickelte sich vom „Stahlbad“ zu einem Kompetenzzentrum für die Gesundheit von Krebspatienten. Das 205-Zimmer-Haus zählt heute mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern zu den größten onkologischen Reha-Einrichtungen im südostbayerischen Raum. „Wir sind stolz, nach 175 Jahren die Tradition des Heilens fortzuführen“, sagt Klinikleiter Prof. Dr. Hannes Schedel (56).

Die in einem Erlengebüsch versteckte Quelle nahe des Arzberges stammt laut den Aufzeichnungen des Mediziners und Naturwissenschaftlers Prof. Dr. med. Joseph Waltl aus elf Fuß Tiefe. In Kombination mit unternehmerischem Weitblick und Tatkraft wurde die Ottilien-Quelle zur Grundlage für die Erfolgsgeschichte des heutigen Luftkurorts Kellberg. Waltl investierte die „Erübrigungen aus seinen wissenschaftlichen Entdeckungsreisen“ in den Bau eines Badehauses. Damit verhalf er Kellberg zu wirtschaftlichem Aufschwung. Ein Glücksfall für die Gemeinde, dass dem Entdecker der Quelle und dem Erbauer des Stahlbades gleichgesinnte Pioniere folgen: Dr. Rudolf Schreiner, seine Witwe Cäcilie, Prof. Franz Schedel und zuletzt dessen Sohn und heutiger Klinikchef Prof. Dr. Hannes Schedel. Ohne ihre Visionen, ihren Mut und ihre Bereitschaft zur stetigen Investition in ein zukunftsweisendes Projekt stünde in Kellberg heute nicht eine der größten onkologischen Reha-Einrichtungen Bayerns und der Bundesrepublik.

Stahlwasser gegen 15 Leiden
„Einen ausgezeichneten Ruf über die Landesgrenzen hinaus genoss das von Prof. Waltl 1839 eröffnete Stahlbad schon damals“, erinnert Prof. Hannes Schedel an die Keimzelle seines Familienunternehmens, der heutigen, nach seinem Vater benannten Reha-Klinik. Rasch hatte sich bei Ärzten und Patienten herumgesprochen, dass das „Kellberg Stahlwasser“ bis zu 15 unterschiedlichste Leiden lindert, unter anderem „Schwäche nach überstandener Krankheit, nach Kindbett, durch zu häufigen Geschlechtsgenuss, Bleichsucht oder Hysterie“, wie es die damaligen Aufzeichnungen wiedergeben.

Idylle als Standortvorteil
Konsequent positionierte Waltl seine Einrichtung im Bewerberumfeld ganz nach heutiger Marketinglehre. Dem Flair mondäner Bäder setzte er die Idylle seines Standorts als einzigartigem Nutzen entgegen. Die Zielgruppe sollte von der gesunden Landluft, der Beschaulichkeit, einer reizvollen Landschaft sowie einer Gesellschaft im überschaubaren Kreis anderer Kurgäste profitieren. Während die Zahlungskräftigen in zunächst 18, später 27 modern möblierten Zimmern des dreistöckigen Badehauses komfortabel untergebracht waren, kamen die „niederen Stände“ in bescheidenen Privatzimmern unter.
Waltls Konzept ging auf. Ein Jahr nach Eröffnung reisten bereits 80, später jährlich 180 bis 200 Kurgäste aus allen Bevölkerungsschichten nach Kellberg: von der Silberarbeiters- oder Landratsfrau, dem Leibarzt König Otto von Griechenland, dem Medizinalrat von Niederbayern bis hin zum Fabrikanten und Künstler.

“ … bekommt mir sehr gut“
Letztlich hatten die anerkannten Heilerfolge Prof. Waltls Ruf als fortschrittlicher Mediziner bestätigt. Indizien hierzu finden sich unter anderem in der Korrespondenz: „…bekommt mir sehr gut. Ich kann wieder laufen und springen, bergauf und bergab“, schrieb zum Beispiel eine Münchner Sängerin euphorisch.
Zufriedenheitsmessungen sehen im Internetzeitalter natürlich anders aus, meint Prof. Schedel und verweist auf hervorragende Ergebnisse interner und externer Besucherbefragungen, bestätigt von den Bewertungen in Klinikportalen. „Hier haben wir uns als onkologische Reha-Einrichtung einen Stammplatz unter Deutschlands Top-Ten eingerichtet, punkten mit Bestnoten in der Gesamtleistung, ganz speziell aber bei menschlicher Zuwendung und Sympathie.“

Leuchtturm der Gesundheitsregion
Der zweite Aufschwung kam nach dem Zweiten Weltkrieg. Als Käufer der weitgehend verfallenen Badeanlagen musste Prof. Franz Schedel 1957 fast ganz von vorn beginnen. „Ebenso wie seine Vorgänger nahm er viel Geld in die Hand für den stetigen Ausbau und die Erweiterung von Therapieangeboten, Anlagen und einer Versorgungsstruktur, in der wir Spitzenmedizin realisieren können“, erinnert sein Sohn Prof. Hannes Schedel. Als „Leuchtturm der Gesundheitsregion“ bezeichnete der Passauer Landrat Franz Meyer (CSU) zum 50-jährigen Jubiläum die heutige Klinik.

Bildtext:
Die Ottilienquelle erinnert noch heute an den Beginn des Kurbetriebs in Kellberg vor 175 Jahren (Foto: Arnulf Stoffel für Klinik Prof. Schedel/honorarfrei)

Bildrechte: Arnulf Stoffel für Klinik Prof. Schedel Bildquelle:Arnulf Stoffel für Klinik Prof. Schedel

Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Über die Klinik Prof. Schedel GmbH
Die Klinik Prof. Schedel GmbH in Thyrnau-Kellberg (Landkreis Passau) ist seit 50 Jahren im Rehabereich tätig. Mit zwölf Ärzten und 125 Mitarbeitern ist das 205-Zimmer-Haus eine der größten Einrichtungen für die Versorgung onkologischer Patienten im südostbayerischen Raum. Die auf einem 30 ha großen Areal mit Parkumfeld befindliche Klinik hat die Akzeptanz nahezu aller großen Akutkrankenhäuser und der Universitätskliniken in Bayern für Anschlussbehandlungen. Mit größtmöglicher Transparenz und hoher Qualität werden die Patienten individuell, aber auch leitliniengemäß behandelt.

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