Categories: Medien, Kommunikation

Journalistenzentrum Deutschland bestürzt über weitere Hinrichtung eines US-Journalisten

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Hamburg 03.09.2014

Laut eines im Internet veröffentlichten Videos, welches die US-Regierung als authentisch eingestuft hat, ist nun nach dem US-Journalisten James Foley auch der 31-jährige amerikanische Journalist Steven Sotloff vor laufender Kamera durch ISIS-Terroristen enthauptet worden. Die Tötung einer weiteren Geisel, dem britischen Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, David Haines, soll folgen. Das Journalistenzentrum Deutschland mit seinen Berufsverbänden DPV und bdfj ist zutiefst entsetzt.

„Journalisten riskieren in Krisengebieten für eine verlässliche Berichterstattung täglich ihr Leben und müssen laut humanitärem Völkerrecht und im Sinne des fünften Grundsatzes der Charta zum Schutz von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten unter entsprechendem Schutz stehen und als solche zu achten und zu schützen sein. Entführungen und Exekutierungen unbeteiligter Journalisten als Druckmittel für internationale Politik zu nutzen, ist verabscheuungswürdig“, so Kerstin Nyst, Pressesprecherin des Journalistenzentrum Deutschland.

In Zusammenarbeit mit Organisationen, wie unter anderem Reporter ohne Grenzen, fordern die Journalistenverbände Regierung, Rebellengruppen und die internationale Gemeinschaft mit Nachdruck auf, das Menschenrecht auf Pressefreiheit zu respektieren. Journalisten, egal welcher Nationalität, dürfen nicht aus Rache instrumentalisiert werden.

Die aktuellen Fälle nehmen die Berufsverbände erneut zum Anlass darauf hinzuweisen, als Medienschaffender bei Einsätzen zur Berichterstattung in Kriegsterrains besondere Vorsicht walten zu lassen. Selbst eine Fülle nationaler und internationaler Vorschriften sind kein Garant dafür, dass eine potenziell lebensgefährliche Mission stets ein gutes Ende nimmt. Um einen Kriseneinsatz unbeschadet zu überstehen oder im Notfall richtig reagieren zu können, sind eine bestmögliche Vorbereitung, eine gute Ausstattung und kompetente Ansprechpartner wie z.B. in einem Berufsverband für Journalisten wichtige Voraussetzungen.

Das Journalistenzentrum Deutschland bietet auch online Informationen für Medienschaffende zum Thema „Schutz und Verhalten in Krisenregionen“: https://www.dpv.org/leistungen/infopool/bildungsangebote/spezialseminare-fuer-kriseneinsaetze.html (https://www.dpv.org/leistungen/infopool/bildungsangebote/spezialseminare-fuer-kriseneinsaetze.html)

Das Journalistenzentrum Deutschland wird durch zwei Berufsverbände getragen. Der DPV Deutscher Presse Verband – Verband für Journalisten (http://www.dpv.org) , gegründet 1989, ist mit ca. 8.000 Mitgliedern die tariffreie Spitzenorganisation der hauptberuflich tätigen Journalisten. Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten (http://www.bdfj.de) wurde 2007 gegründet und ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten.

Originaltext: Journalistenzentrum Deutschland (für die Trägerverbände DPV und bdfj)
Pressekontakt:
Journalistenzentrum Deutschland
Kerstin Nyst (Pressesprecherin)
Stresemannstraße 375
D-22761 Hamburg
Tel. 040/870 6000 (nur für Presseanfragen)
k.nyst@journalistenverbaende.de
www.journalistenverbaende.de

Das Journalistenzentrum Deutschland wird durch zwei Berufsverbände getragen. Der DPV Deutscher Presse Verband – Verband für Journalisten, gegründet 1989, ist mit ca. 8.000 Mitgliedern die tariffreie Spitzenorganisation der hauptberuflich tätigen Journalisten. Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten wurde 2007 gegründet und ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten.

Kontakt
Journalistenzentrum Deutschland
Kerstin Nyst
Stresemannstr. 375
22761 Hamburg
040/8706000
info@journalistenverbaende.de
http://www.journalistenverbaende.de

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