Im Interview mit „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“: ZEW-Präsident Fuest fordert Nachbesserungen bei der Bankenunion

(Mynewsdesk) München, 25. Februar 2015 – Der Ökonom Clemens Fuest hat im Interview mit „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ Schwächen bei der Ausgestaltung der Bankenunion kritisiert und Nachbesserungen angemahnt. „Die Steuerzahler sind vor allem bei Großbanken nicht vor einer Haftung geschützt. Der vorgesehene Bankenrettungsfonds ist dafür zu klein“, sagte Fuest, der das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim leitet. Er spricht sich deshalb für deutlich erhöhte Eigenkapitalanforderungen insbesondere bei Großbanken aus, bei denen die Ausstattung „nach wie vor unzureichend“ sei.

Fuest fordert zudem, Staatsanleihen mit Eigenkapital zu unterlegen. „Wir haben im Laufe der Eurokrise gesehen, dass es bei Anleihen von Staaten, die Mitglied einer Währungsunion sind, Zahlungsausfälle geben kann“, sagte der ZEW-Präsident. Die Risikogewichtung müsse entsprechend angepasst werden. Viele Regierungen lehnten das aus Kostengründen ab. Dabei würden sie aber vergessen, so Fuest, „dass Finanzkrisen und die Rettung der Banken noch weitaus höhere Kosten haben“.

Skeptisch sieht Fuest die Ansiedlung der Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB). „Zwischen Geldpolitik und Bankenaufsicht kann es zu Interessenkonflikten kommen“, sagte der Wirtschaftsforscher. Er sei deshalb dafür, die Bankenaufsicht mittelfristig aus der EZB herauszulösen. „Nur dann kann die EZB sich optimal auf ihre geldpolitischen Aufgabe konzentrieren.“ Die nationalen Aufsichtsbehörden hatten die Hoheit im November 2014 an die EZB abgegeben.

Das komplette Interview mit ZEW-Präsident Clemens Fuest lesen Sie hier:
www.gv-bayern.de/fuest

„Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ ist das Monatsmagazin der 1.294 Mitglieder des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Dazu zählen 281 bayerische Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.013 ländliche und gewerbliche Genossenschaften.

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