Sommer – damit steigen die Temperaturen und mit ihr die olfaktorischen Begleiterscheinungen des meistens nichtklimatisierten Arbeitstages. Der Kollege riecht regelmäßig nach Schweiß und seine Geruchsempfindlichkeit ist anscheinend nicht ausreichend trainiert, um es selbst wahrzunehmen. Natürlich gibt es Abhilfe, Imageprofi Nicola Schmidt gibt Tipps:
Natürlich hängt es erst mal davon ab, wie vertraut man mit diesem Kollegen ist. Wer sein Gegenüber gut kennt, wird seine Gespräche auch über den beruflichen Horizont hinaus führen. Dann spricht auch nichts dagegen, ihn auf das Thema anzusprechen.Dennoch ist dieses „Schweiß-Thema“ sensibel zu behandeln. Der falscheste Weg ist, ihn eines Morgens mit einem Rundum-Sorglos-Paket aus dem Drogerie-Markt auf seinem Schreibtisch zu überraschen. Mag es „gut gemeint“ sein, ist es dadurch noch lange nicht „gut gemacht“.
Was soll der Betroffene denken, wenn er das in Klarsichtfolie und Schleifchen drapierte Geschenk mit Duschgel, Deo und Erfrischungstücher auf seinem Schreibtisch sieht? Zumal er ja nicht weiß, von wem diese Aufmerksamkeit stammt. Möglicherweise reden die Kollegen schon über ihn, wie soll er reagieren? Vor allem stellt sich die berechtigte Gegenfrage: Wie würde man selber reagieren, wenn man in einer solchen Situation ist?
Daher spricht es für sich, den Kollegen diskret, unter vier Augen darauf anzusprechen, am besten kurz vor Feierabend. Somit hat er weniger das Gefühl, noch Stunden mit dem Wissen ausharren zu müssen, um eine Lösungsmöglichkeit herbeizuführen.
Eine gute Lösung ist, wenn man selbst ein ähnliches Beispiel bringt, dass man selbst vor kurzer Zeit in einer ähnlichen Situation war und von einem anderen Menschen darauf angesprochen wurde. Natürlich war es im ersten Moment peinlich, aber man ist doch heilfroh, es zu erfahren.
Wörter wie „immer“ und „ständig“ sind hier fehl am Platz. Man sollte demjenigen sagen, dass es gerade erst aufgefallen sei. Wenn man noch hinzufügt, was bei einem selber geholfen hat und das man sich danach wesentlich wohler gefühlt habe, gibt man dem Kollegen doch eine sehr brauchbare Unterstützung mit.Fazit: Nicht über einen reden, sondern mit dem anderen reden!
Nicola Schmidt – Wirkungsverstärkerin und Stilprofilerin
Nicola Schmidt ist Rednerin, Referentin und Trainerin für die Erfolgsfaktoren Kleidung, Körpersprache und Umgangsformen. Sie hilft ihren Kunden, ihr Image-Konzept zu entwickeln, um als Person auch optisch zu überzeugen. In den unterschiedlichsten Branchen motiviert sie Führungspersönlichkeiten und Mitarbeiter, sich authentisch und kompetent zu kleiden und entsprechend aufzutreten. Gerade wenn die Wirkung auf dem Prüfstand steht und das Image verbessert werden soll.
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