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Hereditäres Angioödem – Leitfaden für Betroffene und Angehörige

Die Selbsthilfegruppe HAE Österreich hat einen kostenlosen Leitfaden zur Krankheit Hereditäres Angioödem erstellt. Der Leitfaden soll Betroffenen und Angehörigen Wissen um die Krankheit und erste Schritte zur raschen Hilfe und Therapie vermitteln.

HAE Leitfaden

Verursacht wird HAE durch einen genetisch bedingten C1-Esterase-Inhibitor-Mangel bzw. durch eine nur eingeschränkte Funktionsfähigkeit des C1-Esterase-Inhibitors. Dieser „Fehler“ wird durch eine angeborene Veränderung eines Gens auf Chromosom 11 ausgelöst. Die Folgen sind episodisch auftretende Schwellungen an den Gliedmaßen, im Kopf- und Halsbereich, im Magen-Darm-Trakt. Es können generell alle Organe, auch das Gehirn, die Lunge oder die Nieren von Ödemen betroffen sein.

HAE ist gekennzeichnet durch ein wiederholtes Auftreten von zum Teil schmerzhaften Schwellungen (Ödem=Wasseransammlung) der Haut und Schleimhäute und tagelange Schmerzattacken im Magen-Darm-Trakt. Diese bilden sich in der Regel nach zwei bis fünf Tagen zurück. Meistens treten diese Ödeme im Gesicht, im Hals, an den Extremitäten, aber auch an Genitalien und Gesäß auf und können über schmerzhafte Spannungen zu Kreislaufproblemen bis hin zum Kollaps führen. Bei über 70 % der Ödeme sind Schleimhäute an inneren Organen (Magen-Darm-Bereich) betroffen, die sich in kolikartigen Krämpfen, Erbrechen und Durchfall äußern und zu Kreislaufbeschwerden führen. Häufig werden diese Symptome von Ärzten fehlgedeutet, was unnötige, oft gefährliche operative Eingriffe nach sich ziehen kann. Besonders gefährlich für die Betroffenen und verantwortlich für etwa 30% Prozent der Todesfälle sind akute Erstickungsanfälle aufgrund einer Schwellung im Kehlkopfbereich. Eine solche Schwellung (Glottisödem, Larynxödem) kann durch zahnärztliche Eingriffe oder die Entfernung der Mandeln ausgelöst werden.

Sie können diesen Leitfaden direkt online auf Calameo aufrufen.

Bildrechte: © Fotolia

HAE-Austria besteht aus Betroffenen, Angehörigen und Interessenten, die sich zusammengeschlossen haben, um für jene Menschen, die in irgendeiner Weise mit dieser seltenen Erkrankung zu tun haben, eine Kommunikations-Plattform zu schaffen.

Kontakt:
Österreichische Selbsthilfegruppe für Hereditäres Angioödem (HAE – Austria)
Adelheid Huemer
Schallenbergstraße 10
4174 Niederwaldkirchen
0681 / 10511377
office@hae-austria.at
http://www.hae-austria.at

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