Heißer Tee und Kaffee für Kinder brandgefährlich

R+V-Infocenter: Gefahrenquelle im Homeoffice

Wiesbaden, 22. Februar 2021. Wenn Eltern im Homeoffice arbeiten und gleichzeitig Kleinkinder betreuen müssen, wird ein Becher mit dampfendem Kaffee oder Tee schnell zur Gefahrenquelle. Verbrühungen sind die häufigste Ursache für Brandverletzungen bei Kindern unter fünf Jahren, warnt das Infocenter der R+V Versicherung.

Starke Verbrennungen in Sekundenschnelle
Bei kleinen Kindern reicht eine volle Tasse Tee oder Kaffee aus, um ein Drittel der Körperoberfläche zu verbrühen – innerhalb von Sekunden. „Solche Verletzungen sind für die Kleinen sehr schmerzhaft. Und sie können durchaus zu bleibenden Schäden führen“, sagt Friederike Kaiser, Beratungsärztin bei der R+V Krankenversicherung. Sie rät Eltern deshalb, heiße Getränke nicht unbeaufsichtigt auf dem Tisch stehen zu lassen. Das ist besonders im Moment durch die Arbeit und die Kinderbetreuung zu Hause eine große Gefahr. „Ein kurzer Augenblick reicht Kindern aus, um nach der Tasse zu greifen oder an der Tischdecke zu ziehen.“ Auch ein Wasserkocher, eine Kaffeemaschine oder ein Topf mit heißer Suppe gehören außerhalb ihrer Reichweite.

Wenn doch etwas passiert: Betroffene Stellen sofort kühlen, am besten mit Wasser, das zwischen zehn und 20 Grad Celsius warm ist – nicht eiskalt. „Auf keinen Fall sollten Eltern überholte Hausmittel wie Mehl oder Zahnpasta einsetzen“, sagt R+V-Expertin Kaiser. Bei starken oder großflächigen Verbrennungen empfiehlt sie Eltern, den Notarzt zu verständigen.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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