Categories: Allgemein

Haben die österreichischen RegierungsverhandlerInnen nichts verstanden?

VolksschullehrerInnen zur Sprachförderung im Kindergarten?

(NL/7992636470) Die Forderung der österreichischen RegierungsverhandlerInnen, VolksschullehrerInnen zur speziellen Förderung im Kindergarten anzustellen, ist eine nicht mehr zu überbietende Ignoranz gegenüber allen wissenschaftlichen Erkenntnissen, internationalen Erfahrungen und nicht zuletzt gegenüber den KindergartenpädagogInnen und den Kindern. KindergartenpädagogInnen sind die ExpertInnen für alle Bildungs- und Förderangebote im Kindergarten.

Seit einigen Jahren wissen wir, dass ca. 25% aller Kinder mit nur schwer aufholbaren sprachlichen Defiziten in die Volksschule kommen.

Die Regierung hat in den letzten Jahren daraus den richtigen Schluss gezogen: Der Kindergarten rückte langsam aber sicher in den Fokus der Bildungspolitik. Es wurden Maßnahmen eingeleitet, die dazu beitragen sollten, dass alle Kinder mit sprachlichen Problemen gezielte Förderung erhalten.

Kindergartenkinder lernen anders als Schulkinder

Es ist eine Binsenweisheit, dass Kinder im Kindergartenalter am leichtesten und am schnellsten lernen. Allerdings lernen Kinder in diesem Alter ganz anders als Schulkinder. Deshalb gibt es seit 150 Jahren eine eigene Ausbildung für KindergartenpädagogInnen. Diese PädagogInnen lernen, welche Bildungsangebote mit welchen Methoden und Mitteln für dieses Alter geeignet sind.

Die Plattform EduCare und viele ExpertInnen aus dem erziehungs- und sprachwissenschaftlichen Bereich haben in unzähligen Aussendungen darauf hingewiesen, dass die in den letzten Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung von Kindern mit Sprachdefiziten zwar grundsätzlich in die richtige Richtung weisen, aber dass die dafür notwendigen Rahmenbedingungen fehlen. Wenn eine Kindergartenpädagogin bis zu 25 Kinder in der Gruppe betreuen, erziehen und bilden muss, bleiben jene Kinder, die eine gezielte Förderung brauchen zwangsläufig auf der Strecke!

Der beste Bildungsplan nützt nichts, wenn er nicht umgesetzt werden kann. Die beste Aus- und Weiterbildung für PädagogInnen nützt nichts, wenn diese keine Zeit haben, das Gelernte zum Wohle des einzelnen Kindes umzusetzen.

Alle PädagogInnen müssen gleichwertig aber nicht gleich ausgebildet werden

Die Regierung wird von der elementarpädagogischen Community seit Jahren aufgefordert, den Kindergarten mit der Schule gleichzustellen und die PädagogInnen auf demselben Niveau wie LehrerInnen auszubilden.

Niemand in diesem Land, der sich fachlich mit Bildungsfragen beschäftigt, kommt auf die Idee, dass VolksschullehrerInnen gelernt hätten, mit Kindergartenkindern zu arbeiten und selbstverständlich kommt niemand auf die Idee, dass ausgebildete Hauptschul- und AHS-LehrerInnen geeignet wären, in der Volksschule zu unterrichten. Es ist nicht die gleiche Ausbildung, sondern eine gleichwertige Ausbildung aller PädagogInnen längst fällig.

KindergartenpädagogInnen sind die ExpertInnen für die Bildungsarbeit im Kindergarten.

Die Forderung der RegierungsverhandlerInnen, VolksschullehrerInnen zur speziellen Förderung im Kindergarten anzustellen, ist eine nicht mehr zu überbietende Ignoranz gegenüber allen wissenschaftlichen Erkenntnissen, internationalen Erfahrungen und nicht zuletzt gegenüber den KindergartenpädagogInnen und den Kindern. KindergartenpädagogInnen sind die ExpertInnen für alle Bildungs- und Förderangebote im Kindergarten.

Zum Bericht des Ö1 Morgenjournals vom 13.11.2013: Für Kindergartenkinder ist klar: Vor allem Schwächen in Deutsch sollen früh beseitigt werden, dafür soll es mehr Förderung geben. Neben den Sprachkenntnissen sollen künftig auch andere Kompetenzen, etwa die Motorik, unter allen Vierjährigen abgetestet werden. Damit der Übergang in die Volksschule leichter fällt, könnten Volksschullehrer zwei bis drei Wochenstunden in Kindergärten unterrichten, und zwar im letzten Kindergartenjahr.
http://oe1.orf.at/artikel/357595

Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

Kontakt:

Heidemarie Lex-Nalis
Krausegasse 7a/10
1110 Wien
43 (664) 4634580
heide.lex-nalis@plattform-educare.org
http://www.Plattform-EduCare.org

Hasselwander-PR

PR-Neuigkeiten: Das individuelle Partnernetzwerk

Recent Posts

10 Jahre Yasmin Mohr Osteopathie Bensheim

Yasmin-Mohr-OsteopathWas während der Physiotherapie-Ausbildung im Jahr 2002 als Begeisterung für die Osteopathie begann, entwickelte sich…

19 Stunden ago

IRIS begleitet Adaptive ML vom Seed-Investment zum Exit an Datadog

Europäischer VC investierte bereits 2024 – nur fünf Monate nach Gründung des KI-Start-ups. Adaptive ML…

1 Tag ago

AOC präsentiert: Gaming-Monitore CU34G4CA und CU34G4ZCA

180 / 250 Hz OC mit 90 W USB-C und KVM-Switch Amsterdam, 17. Juli 2026…

1 Tag ago

Human Quality Capital: Wiesbadener Führungsexpertin erhält höchste Auszeichnung für Zukunftsansatz im KI-Zeitalter

Warum Unternehmen künftig mehr in menschliche Reife investieren müssen – Platin-Auszeichnung für Ines Rauscher im…

2 Tagen ago

Stadt Dachau – vielfältiges Kultur- und Freizeitprogramm lädt zum Entdecken ein

Von spannenden Veranstaltungen bis hin zu kühlenden Orten zum Entspannen Biergarten am Wasserturm (Bildquelle: @…

2 Tagen ago

Buch Mitarbeiterbindung: Jetzt im Handel!

Der Nutzen von Mitarbeiterbindung für Retention Management, Arbeitgeberattraktivität, Performance Improvement Fachkräftemangel? Personalmangel? Hier sind die…

2 Tagen ago