Gute Gefühle: Die Glückshormone Dopamin und Serotonin

Glückshormone dirigieren gute Gefühle (Bildquelle: shutterstock_302399066)

Dirigenten der guten Gefühle: Die Glückshormone Dopamin und Serotonin

Ist der Mensch hungrig, isst er und wenn er müde ist, schläft er. Er stillt seine Bedürfnisse und Glücksgefühle stellen sich ein. Dafür sorgen die Glückshormone Dopamin und Serotonin. Das gilt auch für andere Bereiche im Leben. Denn alles Handeln ist darauf ausgerichtet, am Ende glücklich zu sein.

Wie Hormone funktionieren
Hormone sind die Dirigenten der Gefühle. Sie teilen den Zellen mit, was sie zu tun oder zu lassen haben. Sie steuern wichtige Vorgänge wie Verdauung, Stoffwechsel oder Atmung. Zudem üben sie einen Einfluss auf die Persönlichkeit aus. Daher wirken sie auch auf das Denken und Handeln. Manchmal dauert es nur Sekunden und mal einige Minuten oder noch länger, um eine Botschaft zu überbringen.

Die Glückshormone Dopamin und Serotonin
Die Glückshormone Dopamin und Serotonin sorgen für gute Gefühle. Sie motivieren den Menschen zum Handeln, wenn Aussicht auf Belohnung oder Erfolg besteht.

Dopamin
Strebt der Mensch einen sportlichen Sieg an oder freut er sich nach getaner Arbeit auf seine Schokolade ist Dopamin gegenwärtig. Dopamin ist der Hauptakteur des körpereigenen Belohnungssystems im Gehirn und wird bei Vorfreunde ausgeschüttet. Dompamin
– leitet Gefühle und Empfindungen weiter und weckt Verlangen.
– verschafft den nötigen Ansporn, um ein ersehntes Ziel zu erreichen.

Serotonin
Ist der Mensch siegreich aus dem Wettkampf hervorgegangen oder hat er seine Schokolade vergnüglich genießen können, ist Serotonin zur Stelle. Serotonin
– sorgt für entspannte Glücksgefühle und beruhigt die Nerven.
– bringt klare Gedanken hervor.
– steigert die Leistungsfähigkeit.
– reguliert Sättigungsempfinden und Appetit.
– regelt den Schlaf.
– dämpft Angst und Aggressivität.

Was die Glückshormone Dopamin und Serotonin aus dem Gleichgewicht bringt
Glücksgefühle entstehen, wenn die Chemie stimmt. Die kann durch viele Dinge durcheinandergeraten. Insbesondere Tageszeit, Stress, fehlende Bewegung und ungesunde Ernährung gehören dazu. Sie bringen die Glückshormone aus dem Gleichgewicht. Und somit die Gefühle, das Denken und Handeln.
Vor allem Zucker und insbesondere Fruchtzucker bringen Dopamin und Serotonin durcheinander. Denn diese Zucker wirken sich negativ auf das Belohnungszentrum aus, da sie Dopamin übermäßig stark aktivieren. Folglich verspürt der Mensch weitaus mehr Lust auf Süßes, als ihm gut tut. Vor allem dann, wenn zu wenig Serotonin anwesend ist, um das Zuviel an Dopamin auszugleichen. Hierin liegt auch der Grund, warum das unbefriedigende Gefühl „nicht genug belohnt worden zu sein“ den Menschen weiterhin zum Essen animiert. Dieser Effekt wird durch Stress verstärkt. Denn Stress verbraucht sehr viel Serotonin.

Übrigens: Nur der Zucker und Fruchtzucker in verarbeitenden Lebensmitteln aktiviert Dopamin übermäßig stark. In Obst und Gemüse schützt er vor quälendem Heißhunger. Denn hier liegt er mit den Ballaststoffen in einem natürlichen Verbund vor und wird langsam an den Körper abgegeben. Auch die gesunden Zuckeralternativen wie Reissirup oder Kokosblütenzucker schaffen es nicht, die Glückshormone Dopamin und Serotonin aus dem Gleichgewicht zu bringen.

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