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Grippeimpfung wann sie sinnvoll ist

Grippeimpfung wann sie sinnvoll ist

(ddp direct) Jedes Jahr aufs Neue stellen sich viele die Frage: Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen? Viele sind unsicher, was eine Grippeimpfung wirklich bringt, oder sie haben Angst vor möglichen Risiken. Dr. med. Michael Gesche, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Hamm, erklärt im folgenden Interview, was bei der Grippeimpfung zu beachten ist.

Wem kann das Grippevirus gefährlich werden?
Das eine Grippevirus gibt es leider nicht – sonst wäre es leichter, sich zu schützen. Es gibt verschiedene Gattungen von Influenzaviren, die sich zudem laufend verändern. Infolge von Mutationen im Erbmaterial verändern sich die Erkennungsstrukturen auf der Virusoberfläche, so dass das Immunsystem die Erreger nicht mehr direkt identifizieren und eliminieren kann. Beim Erstkontakt mit einem Erreger produziert das Abwehrsystem passgenaue Antikörper. Ändert sich der Erreger, kann das Immunsystem nicht mehr so gezielt reagieren. 

Heißt das, dass auch der Impfstoff laufend verändert werden muss?
Ja, das ist richtig. Bei der Impfung passiert im Grunde dasselbe wie bei einer Grippeinfektion. Der Körper bildet Antikörper gegen die in den Impfstoffen enthaltenen Bestandteile der Virushülle. Die im Impfstoff verwendeten Viren sollten möglichst diejenigen sein, die dann auch real angreifen. Deshalb wird laufend untersucht, wie sich die Grippeviren verändern. Entsprechende Daten werden von der Weltgesundheitsorganisation an die Impfstoff-Hersteller weitergeleitet, und die entwickeln dann vor jeder Impfsaison möglichst passgenaue Impfstoffe.

Bei welchen Personengruppen besteht ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe? Und wer sollte sich überhaupt impfen lassen?
Schwere Verläufe können bei Menschen auftreten, deren Immunsystem geschwächt ist. Das ist häufig bei älteren Menschen der Fall, denn im Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab. Auch chronische Krankheiten können das Immunsystem beeinträchtigen. Und Schwangere tragen bei einer Influenzainfektion ebenfalls ein erhöhtes Risiko. In diesen Fällen ist eine Grippeimpfung zu empfehlen.

Ist die Impfung gut verträglich?
Die gute Botschaft: Ja, die Grippeimpfung ist gut verträglich. Abgesehen von Reaktionen an der Einstichstelle kann es zu leichten Allgemeinsymptomen wie Mattigkeit, Gliederschmerzen und leichtem Fieber  kommen. Wichtig ist, dass bei bestehenden Infektionskrankheiten mit Fieber über 38,5 Grad mit der Grippeimpfung gewartet wird, bis der Infekt abgeklungen ist. Ihr Arzt kann Sie dazu individuell beraten.

Was kann man sonst noch tun, um das Immunsystem zu unterstützen?
Man sollte sich ausgewogen ernähren mit viel frischem Obst und Gemüse. Wir lernen immer noch dazu, wie wichtig so genannte Mikronährstoffe – Vitamine und Mineralstoffe – für ein gut funktionierendes Immunsystem sind. Jedoch hat die Nationale Verzehrstudie II gezeigt, dass viele Erwachsene viel zu wenig Obst und Gemüse zu sich nehmen. Zudem zeigte diese Untersuchung, dass viele Deutsche die Empfehlungen für die Zufuhr verschiedener Mirkonährstoffe nicht erreichen. Das sind z. B. Vitamin D und E, Selen und Zink. Vor diesem Hintergrund kann es in Zeiten einer erhöhten Infektionsgefahr sinnvoll sein, dem Körper gezielt Mikronährstoffe zuzuführen, die das Immunsystem braucht, um optimal zu funktionieren. Orthomol Immun bietet beispielsweise ein ausgewogenes Angebot an immunrelevanten Mikronährstoffen. Mit einer Mikronährstoff-Gabe lassen sich Häufigkeit und Dauer banaler wiederkehrender Erkältungskrankheiten nachweislich reduzieren.

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=== Dr. med. Michael Gesche, Facharzt für Allgemeinmedizin in Hamm und Experte für Ernährungsmedizin, informiert zum Thema „Grippeimpfung“ (Bild) ===

Dr. med. Michael Gesche ist Facharzt für Allgemeinmedizin in Hamm und Experte für Ernährungsmedizin. Bekannt wurde er als Fachautor im Bereich orthomolekulare Ernährungsmedizin.

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