Was Schokoladenkauf mit Klimaschutz zu tun hat
sup.- Rund um den Globus ist das Ökosystem Wald eine maßgebliche Voraussetzung für biologische Vielfalt und Klimaschutz. Noch immer werden jedoch in zahlreichen Ländern die Waldbestände für die Ausweitung landwirtschaftlicher Nutzflächen dezimiert. Diese oftmals illegalen und unkontrollierten Rodungen sind für einen erheblichen Teil der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. „Der Erhalt sowie die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder weltweit und der Wiederaufbau degradierter und zerstörter Wälder sind daher wichtige globale Ziele und eine zentrale Herausforderung für die internationale Staatengemeinschaft, so auch für Deutschland“, erklärt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Vielfach müssen die Wälder nämlich großflächigen Anbauplantagen weichen, deren Erzeugnisse dann als Rohstoff in Produkten für unsere alltäglichen Einkäufe verarbeitet werden. Ein typisches Beispiel ist die Schokolade: Im westafrikanischen Staat Cote d“Ivoire, einer der wichtigsten Anbauregionen für die Zutat Kakao, wurde der Waldbestand allein im Zeitraum von 1960 bis 2015 um 79 Prozent reduziert.
Die Entwaldung ist also nicht nur ein Problem weit entfernter tropischer Länder, sondern auch die deutschen Verbraucher tragen eine Mitverantwortung beim globalen Baum- und Walderhalt. Durch die bewusste Entscheidung für Produkte mit nachhaltig zertifiziertem Kakao können sie einen wichtigen Beitrag zum Stopp der Waldzerstörungen leisten. Anerkannte Zertifizierungssysteme, für die sich in Deutschland z. B. die Gemeinschaftsinitiative Forum Nachhaltiger Kakao e. V. einsetzt, erlauben es, auf die Plantagenbewirtschaftung, die Anbaumethoden und ebenso auf ein existenzsicherndes Einkommen der Kakaobauern zu achten (www.kakaoforum.de). Der Schutz wertvoller Waldflächen ist dabei ein entscheidendes Kriterium der internationalen Qualitätsstandards. Die Bedeutung dieser Standards wird auch von der Bundesregierung betont: „Wir fördern die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsstandards und weiteren Instrumenten zur Umsetzung unternehmerischer (Selbst-)Verpflichtungen für entwaldungsfreie Lieferketten, insbesondere hinsichtlich des Schutzes von Primärwald.“
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