Portfoliounternehmen der MIG Fonds Affiris bekommt Finanzspritze zur Erforschung chronischer Krankheiten
Das Wirtschaftsberatungsunternehmen Ernst & Young (E&Y) sieht die globalen Risikokapital-Investitionen im Aufwind. Bei allen relevanten Finanzkennzahlen wie Umsatz, Profitabilität und Kapitalbeschaffung hat die üblicherweise über Venture Capital finanzierte Biotechnologie-Industrie 2014 Höchstwerte erzielt. So erwirtschafteten die in den internationalen Biotech-Zentren USA, Europa, Kanada und Australien ansässigen Unternehmen ein Umsatzplus von 23 Prozent.
Ein Land hinkt der globalen Entwicklung jedoch hinterher: Österreich. Hinsichtlich der Aufnahme von Risikokapital war 2014 das schwächste Jahr seit 1998. Erich Lehner, Partner Industry Leader Biotechnology bei E&Y Österreich, fordert ein Umdenken in seinem Land. „Gerade in einer Branche, die so stark F&E-abhängig ist, braucht es wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Finanzspritzen von Investoren anziehen.“
Dabei sind auch österreichische Unternehmen der Zukunftsbranche gut gerüstet. Die Affiris AG aus Wien etwa hat sich auf die Erforschung von innovativen Behandlungsmethoden bei Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Diabetes spezialisiert und kürzlich eine Finanzspritze in Höhe von zehn Millionen Euro erhalten. Die Kapitalerhöhung wird zu gleichen Teilen vom Family Office der Familie Strüngmann und den MIG Fonds gezeichnet. Affiris verwendet das Kapital, um die Technologie zur Prävention und Behandlung chronischer Erkrankungen weiterzuentwickeln.
Affiris ist eines von aktuell insgesamt 27 Portfoliounternehmen der von der HMW Emissionshaus AG aufgelegten MIG Fonds. Die HMW Innovations AG ist dabei der Exklusivvertrieb der MIG Fonds. Eine Reihe dieser Venture Capital Fonds hat kürzlich ihre Anteile an der SuppreMol GmbH verkauft und ihren Einsatz dabei vervierfacht. Die Anleger der MIG Fonds erhalten aus dem Exit eine Sonderzahlung von 50 Millionen Euro. Aktuell platziert HMW den „MIG Fonds 15“. Anleger können sich ab 10.000 Euro beteiligen.
Die Voraussetzungen für Investitionen sind ideal. Die Biotech-Branche verdoppelte im vergangenen Jahr ihren Nettogewinn, und im Gegensatz zu den Jahren 2009 bis 2012, als Biotech-Unternehmen ihre Profitabilität durch Kostenreduktionen erhöhten, lässt sich der Gewinnzuwachs 2014 vor allem auf den Verkauf neu auf den Markt gebrachter Produkte zurückführen. In den USA stieg die Zahl der Medikamentenzulassungen beträchtlich: 2014 erteilte die US Food and Drug Administration (FDA) 41 Produkten die Zulassung – eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2013 mit 27 neuen Medikamenten und die höchste Zahl seit 1997.
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