Categories: Tourismus, Reisen

Geschichte ganz nah

Zeitreise durch Renaissance und Reformation

Die Bewohner lassen in historischen Gewändern traditionsreiche Berufe wieder aufleben. (Bildquelle: epr/Rothenburg Tourismus Service)

(epr) Zu Beginn des 15. Jahrhunderts bricht in Europa das goldene Zeitalter der Renaissance an. Zahlreiche kulturelle, wirtschaftliche aber auch religiöse Spuren dieser Epoche, wie beispielsweise Luthers Thesenanschlag, lassen sich heute noch in vielen Städten Deutschlands wiederfinden.

Eintauchen in die Historie Rothenburgs
Inmitten von kopfsteingepflasterten Gassen, romantischen Fachwerkhäusern und Kirchen dreht sich im mittelfränkischen Städtchen Rothenburg ob der Tauber seit diesem Jahr alles um das Thema „Renaissance und Reformation“. Vom 2. bis 4. September finden die alljährlichen Rothenburger Reichsstadt-Festtage statt: In Erinnerung an die glorreiche Zeit, als man sich noch „Reichsstadt“ nennen konnte, organisieren sich hunderte Bewohner in historischen Vereinen, um jeweils eine Epoche oder einen traditionsreichen Berufsstand wieder aufleben zu lassen. Getreu dem Veranstaltungsmotto „Vergangenes bewahren und neu erleben“ erfahren Touristen etwa, wie Münzen zur damaligen Zeit geprägt wurden oder wie das Leben eines einfachen Bauern aussah. Neben mittelalterlichen Gesängen, Musik, und Lagerszenerien können sich Besucher zudem auf Theaterstücke, ein spektakuläres Großfeuerwerk oder etwa den Fackelzug der Historiengruppen freuen. Weiterhin ermöglichen Stadtführungen einen Blick in die Vergangenheit und zeigen erhaltene Bauten im Renaissancestil. Auch der Themenschwerpunkt Reformation zieht sich durch das Kulturprogramm der mittelalterlichen Kleinstadt.

Zur anstehenden Lutherdekade in 2017 widmen sich zwei außergewöhnliche Ausstellungen dieser prägnanten Ära: Europas größtes Rechtskundemuseum, das Mittelalterliche Kriminalmuseum, zeigt bis zum 31. Dezember 2018 die Sonderausstellung „Mit dem Schwert oder festem Glauben – Luther und die Hexen“. Der Fokus liegt hier auf Luther und seinen Stellungnahmen zum Hexenglauben. Im Reichsstadtmuseum beleuchtet die Ausstellung „Medien der Reformation – Kampf der Konfessionen“ vom 2. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 wiederum, welche Spuren der erbittert geführte Glaubens- und Kulturkampf in den damaligen Medien hinterlassen hat. Mehr Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es unter http://www.tourismus.rothenburg.de/

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